Der Zusammenhang zwischen GuV, Bilanz & Cash-Flow-Rechnung, den keiner kennt!

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Würde es Dir weiterhelfen, wenn Du innerhalb von nur 5 Minuten herausfinden könntest, wo Du in Deinem Unternehmen ansetzen solltest, um mehr Gewinn machen zu können? Würde es Dich beruhigen, wenn Du wüsstest, dass nur 3 Tools ausreichen, um Dein Unternehmen so zu steuern, dass es gesund wachsen kann? Das ist absolut möglich und viel leichter, als Du befürchtest, wenn Du den Zusammenhang zwischen GuV, Bilanz & Cash-Flow-Rechnung kennst, der Deine bisherige Denkweise verändern wird.

Neugierig? Ok, dann legen wir los.

Zunächst habe ich aber eine Frage an Dich: 
Glaubst Du, dass es möglich ist, dass Du einen Gewinn von 50.000 Euro in Deiner GuV ausweist, aber kein Geld hast, um Deine Rechnungen zu bezahlen?

Oder umgekehrt: Kannst Du Dir vorstellen, dass es möglich ist 100.000 Euro auf einem Konto liegen zu haben, obwohl Du im letzten Geschäftsjahr 50.000 Euro Verlust erwirtschaftet hast?

Vielleicht klingt das für Dich jetzt etwas merkwürdig. Aber beides ist absolut möglich und keineswegs unüblich. Um die richtigen Schlüsse für die Unternehmenssteuerung aus diesen Zahlen ziehen zu können, ist es wichtig, dass Du das Zusammenspiel zwischen GuV/BWA, Bilanz & Cash-Flow-Rechnung verinnerlichst.

Und das ist viel leichter, als Du vielleicht jetzt noch denkst/befürchtest.

Diese 2 Voraussetzungen erfüllt ein finanziell stabiles Unternehmen

Wenn wir als Unternehmer vom nachhaltigen Geschäftserfolg reden, dann meinen wir, dass wir mit unserem Unternehmen gesund wachsen wollen. Es geht nicht um Wachstum, um jeden Preis, sondern um einen Wachstumsprozess, der auch langfristig Dein Unternehmen nicht überfordert. Und dafür wollen wir zwei Voraussetzungen schaffen.

  • Wir brauchen ein rentables Geschäftsmodell, dass genug Gewinn erwirtschaftet
  • Der Gewinn muss auch auf unserem Geschäftskonto ankommen

Und genau dabei helfen uns GuV/BWA, Bilanz und Cash-Flow-Rechnung. Wenn Du diese Tools wirklich für Dein Unternehmen deuten kannst und den Zusammenhang als roten Faden verinnerlichst, dann steht einer finanziell stabilen Zukunft Deines Unternehmens nichts mehr im Wege.

Voraussetzung 1: Rentabilität steigern, das heißt mehr Gewinn erwirtschaften.

Wenn wir vor Gewinnen bei Unternehmen reden, wollen wir streng genommen zwei Arten unterscheiden. Zum einen ist da der Gewinn des aktuell laufenden Geschäftsjahres und dann der Gewinn, den Dein Unternehmen in Summe, also über alle Geschäftsjahre hinweg, erwirtschaftet hat.

Nun wollen wir Unternehmer es natürlich immer genau wissen und deshalb hat uns die Finanzbuchhaltung zwei Tools zur Verfügung gestellt, über die wir die Entwicklung der Gewinne messen können.

Während die GuV/BWA Dich über die Gewinne des laufenden Geschäftsjahres informiert, kannst Du aus Deiner Bilanz, die langfristig erwirtschafteten Gewinne ablesen.

Tool 1: Bilanz – das Gewissen, das niemals vergisst

Deine Bilanz darfst Du Dir vorstellen, wie das langfristige Gewissen Deines Unternehmens. Eines, dass niemals vergisst. Sie wird mit der Eröffnung Deines Business aufgebaut und entwickelt sich dann Monat für Monat, Jahr für Jahr weiter. Mit jedem einzelnen Geschäftsvorfall, der in irgendeiner Form einen finanziellen Bezug hat.

Um überhaupt unser Tagesgeschäft haben zu können brauchen wir als Unternehmer einige Dinge. Werkzeuge, Lizenzen, Computer, Büromöbel, Gebäude etc. All diese Dinge können wir nicht nur einmal nutzen, sondern stehen unserem Unternehmen langfristig zur Verfügung. In der Zeit, wo wir diese Dinge nutzen, verringert sich natürlich der Wert der Dinge (Stichwort: Abschreibungen). Dabei gilt: Je länger wir diese Dinge nutzen, desto weniger wert sind sie. Zumindest ist das in der Regel so.

Den jeweiligen Wert dieser Dinge und wie Du alle Deine Unternehmenswerte finanziert hast, kannst Du aus Deiner Bilanz ablesen. Dabei zeigt Dir die Aktivseite all Deine Wertgegenstände (im Fachchinesisch sagt man auch „Vermögenswerte“) und die Passivseite verrät, ob Du diese von Deinem eigenen Geld (= Eigenkapital) oder über einen Kredit (= Fremdkapital) finanziert hast. Und auf dieser Passivseite kannst Du auch ablesen, wieviel Gewinn Du mit Deinem Unternehmen über all die Jahre erwirtschaftet hast.

Wichtig ist, dass wir uns vergegenwärtigen, dass wir alle diese Dinge nur kaufen, um unser Tagesgeschäft zu ermöglichen!

Tool 2: Gewinn & Verlustrechnung (GuV)

Das Tagesgeschäft, genauer gesagt das aktuelle Geschäftsjahr wird über die Gewinn- & Verlustrechnung abgebildet. Hier siehst Du, wieviel Du an Deine Kunden verkauft hast (=Umsatz) und ob nach Abzug aller Kosten, genug Geld übrig geblieben ist (=Gewinn).

Je nachdem wie groß Dein Unternehmen ist und welche Rechtsform Du ihm gegeben hast, nutzt die Finanzbuchhaltung für diese Gewinnermittlung ein leicht anderes Tool als die GuV. Dabei sollst Du nicht verwirrt werden, sondern es soll Dir das Leben vereinfacht werden. Denn je kleiner Dein Unternehmen, desto weniger anspruchsvoll sind die Vorgaben für die Gewinnermittlung.

Daher dürfen wir die Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR), die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) und die Gewinn- & Verlustrechnung (GuV) voneinander trennen.

Die EÜR ist so etwas, wie der kleine Bruder der Gewinn- & Verlustrechnung. Sie wird im Rahmen des Jahresabschlusses von Deinem Steuerberater nach dem Zu- & Abflussprinzip erstellt. Das bedeutet, es werden immer nur die Werte verwendet, die tatsächlich in dem Geschäftsjahr auf Dein Konto eingezahlt oder abgebucht wurden.

Die GuV hingegen berücksichtigt alle Werte, die in das Geschäftsjahr hineingehören. Es kann ja schon mal sein, dass Kosten zwar innerhalb des Jahres verursacht werden, Du die Rechnung aber erst im nächsten Jahr bezahlen musst. Dasselbe gilt natürlich auch für Umsätze mit Deinen Kunden. Deshalb spricht man hier auch vom Verursachungsprinzip und einer periodengerechten Zuordnung der Gewinne.

Unterjährig schickt Dir Dein Steuerberater einen Ergebnisbericht, der Monat für Monat den Zwischenstand abbildet. Das ist Deine BWA. Hier zeigt Dir Dein Steuerberater, wie und welche Belege verarbeitet wurden und was das dann für Deinen Gewinn bedeutet. Da Du i.d.R. ja auch monatlich Deine Zahlen an das Finanzamt melden musst, sollten immer alle Belege berücksichtigt sein, die in den Monat gehören, so dass auch die Gewinnermittlung aussagekräftig ist.

Du siehst EÜR, BWA und GuV wollen alle dasselbe – den Gewinn des laufenden Geschäftsjahres ermitteln. Es gibt noch ein paar gesetzliche & theoretische Unterschiede, aber die wollen wir an dieser Stelle mal ausblenden.

Wichtig für Dich:

Die GuV zeigt Dir für das aktuelle Geschäftsjahr, ob aus den Umsätzen, die Du mit den gekauften Dingen (Bilanz) erwirtschaftet hast auch einen Gewinn erwirtschaften konntest.

Du möchtest mehr Geld auf Deinem Geschäftskonto? Dann geht es hier weiter => 

Voraussetzung 2: Immer genug Liquidität vorweisen können

Der Gewinn ist letztlich eine theoretische Größe, von der Du Dir nichts kaufen kannst. Für Dich als Unternehmer zählt, dass dieser Gewinn auch auf Deinem Konto ankommt, so dass Du wieder neue Dinge kaufen kannst. Die Summe des Dir zur Verfügung stehenden Geldes nennen wir Liquidität.

Tool 3: Die Cash-Flow-Rechnung

Und natürlich wollen wir Unternehmer wissen, wie sich unser Geschäftskonto verändert und was in welcher Ausprägung zu der Veränderung beigetragen hat. Genau hier kommt die Cashflow-Rechnung oder zu Deutsch: Kapitalflussrechnung in Ziel. Das ist Deine „Kontostandveränderungsrechnung“ und ein extrem wichtiges Tool für Dich, wenn Du nicht denselben Fehler machen möchtest, wie ganz viele andere Unternehmer.

Diese schauen nämlich nur auf die Kontostandveränderung selbst („Management by Kontostand“) und übersehen dabei, dass es ganz unterschiedliche Gründe für eine Veränderung des Kontostands gibt. Wichtig ist der Teil der Veränderung, der durch Dein Tagesgeschäft verursacht wird. Aber da gibt es ja noch mehr Ursachen.

Insgesamt gibt es gleich 3 Ursachen für die Veränderung Deines Kontostands. Und diese 3 Ursachen werden in der Cash-Flow-Rechnung einzeln ausgewiesen:

  1. Dein Tagesgeschäft, bzw. das operative Business wird durch den operativen Cash-Flow abgebildet. Hier wird ermittelt, wieviel von Deinem Gewinn im aktuellen Geschäftsjahr auch tatsächlich auf Deinem Konto ankommt. 

  2. Dann gibt es die Investitionen und Desinvestitionen. Im sog. „Cash-Flow aus Investitionstätigkeit“ werden die Werte der Vermögensverkäufe den Neuanschaffungen gegenübergestellt. Auch hieraus folgt natürlich ein Liquiditätseffekt, der aber im engen Sinne nichts mit Deinem Geschäftsalltag zu tun hat. 

  3. Um Dinge kaufen zu können, benötigen wir Kapital. Das kann aus Krediten oder auch über Investoren in unsere Unternehmen gelangen und somit den Kontostand beeinflussen. Gerade Kredite müssen aber zurückgezahlt werden, so dass diese Finanzierungsgeschäfte eine dritte wesentliche Ursache für Kontostandveränderungen sind. Genau diese Ursache untersucht der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit.

Wichtig für Dich:

Für unser Ziel, ein finanziell stabiles Unternehmen aufzubauen, ist vor allem der operative Cash-Flow wichtig. Denn nur hier können wir ablesen, ob die Gewinne aus der GuV auch wirklich zu einer entsprechenden Kontostanderhöhung führen. Eventuell haben Kunden ja auch nicht oder nur teilweise gezahlt!

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Der Zusammenhang, den kaum einer kennt: Das Business Dreieck

Lass uns nochmal zusammenfassen, was wir jetzt schon haben:

Für unser Unternehmen brauchen wir zunächst Dinge (Werkzeuge, Computer etc), um überhaupt Umsatz mit unseren Kunden machen zu können. Diesen Umsatz machen wir in unserem Tagesgeschäft, das aber auch Kosten verursacht. Am Ende bleibt uns hoffentlich ein Gewinn über. Vom Gewinn selbst können wir uns aber nichts kaufen, deshalb wollen wir vor allem die Veränderung unseres Kontostands im Auge behalten.

Damit wir diese Entwicklungen auch messen können, gibt es die Tools „Bilanz, GuV & Cash-Flow-Rechnung“

Wenn wir uns nun die jeweilige Wertentwicklung dieser 3 Tools genauer anschauen können wir feststellen:

  • Die Veränderung der Bilanzsumme sagt uns, wie sich der Wert der Dinge verändert hat
  • Die Veränderung des Umsatzes sagt uns, ob wir die uns zur Verfügung stehenden Dinge gut genutzt haben
  • Die Veränderung des Gewinns sagt uns, ob wir sparsam genug in unserem Geschäftsalltag agieren
  • Die Veränderung des operativen Cash-Flows sagt uns, ob die erwirtschafteten Gewinne auch tatsächlich auf unserem Konto ankommen.

Das bedeutet, wenn Du Dir die Wertentwicklung allein dieser vier Werte Monat für Monat anschaust, findest Du binnen weniger Minuten, die erfolgsversprechendsten Stellschrauben für Dein Unternehmen. Du wirst erkennen, wo Du ansetzen und tiefer analysieren solltest, um Dein Unternehmen auch finanziell stabiler aufstellen zu können.

Ist das nicht genial?

Übrigens: Wenn Du hier etwas tiefer einsteigen möchtest, dann melde Dich am besten jetzt sofort für meinen kostenlosen LIQUIDITÄTSBOOSTER an. Dort nenne ich Dir weitere Details und auch die passende Formel, die Deine Monatsanalyse in Zukunft begleiten sollte.

Wichtig für Dich:

Merke Dir folgenden „Satz“ und Du wirst Dein Unternehmen fast per Autopilot finanziell stabil ausrichten:

Wir kaufen uns Dinge, um Umsatz machen zu können. Dabei verursachen wir nur soviel Kosten, dass am Ende Gewinn übrig bleibt. Da der Gewinn nur Theorie ist, achten wir darauf, dass unser operativer Cash-Flow stärker wächst als der Gewinn.

Hat Dir jemand diesen Zusammenhang schon mal so erklärt?

bleib' erfolgreich!

Jörg Roos

Ich befähige kleine und  mittelständische Unternehmen eine finanzielle Stabilität zu erreichen, die es ihnen ermöglicht, auch in Krisenzeiten weiter zu wachsen!

Last Updated on 4. Januar 2021 by Jörg


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