Bilanz: Dein Unternehmens-Gewissen, das niemals vergisst

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Die Bilanz ist für uns Unternehmer so etwas, wie ein Gewissen, dass niemals vergisst. Alles , was in irgendeiner Form einen finanziellen Bezug hat, landet auf dem einen oder anderen Weg in der Bilanz. Und entsprechend wichtig ist es auch, dass Du Deine Bilanz verstehst und lesen kannst. Hier und heute lernst Du, welche Positionen Du unbedingt im Blick behalten möchtest und worauf Du achten solltest, damit „Bilanz ziehen“ jederzeit Spaß macht.

Und dann kann Dir dieses Tool helfen, viel Geld zu sparen. Also, Schluss der Vorworte, lass uns loslegen

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Die Bilanz ist eines der 3 Tools, die ich in meinem Business Dreieck miteinander verbinde. Dazu habe ich einen Podcast gemacht und den passenden Artikel vor wenigen Wochen noch mal grundsätzlich überarbeitet. Den Link zu Folge 7 und dem überarbeiteten Artikel findest Du in den Shownotes.

Wann bist Du bilanzierungspflichtig?

Vielleicht denkst Du, „Mensch, warum habe ich gar keine Bilanz?“ Das könnte daran liegen, dass Du als Einzelunternehmer tätig bist und als Gewerbetreibender nicht mehr als 60.000 EUR GEwinn und weniger als 600.000 EUR Umsatz erwirtschaftest. Denn wenn Du eine dieser Grenzen reißt, bist Du bilanzierungspflichtig und wirst von Deinem Finanzamt ein Schreiben mit entsprechender Aufforderung erhalten. Wenn Du eine GmbH führst, dann wirst Du so oder so bilanzierungspflichtig.

Wie ist eine Bilanz aufgebaut?

Einerseits kannst Du in Deiner Bilanz ablesen, wieviel Geld in Dein Unternehmen eingebracht wurde, entweder durch Dich selbst als Eigenkapital, oder wenn es von jemanden Dritten (also zB Deiner Bank) kam, dann eben als Fremdkapital. Diese Kapitalseite nennt man auch Mittelherkunftsseite oder Passiva.

Wenn Geld in ein Unternehmer fließt, dann mit dem Sinn, dieses Geld so zu verwenden, dass mehr Geld erwirtschaftet wird. Wie das Geld verwendet wird zeigt uns die zweite Seite der Bilanz, die Aktiva. Hier siehst Du, ob Dein Geld in langfristig zur Verfügung stehende Gegenstände investiert wurde (Anlagevermögen) oder in Gegenständen steckt, die Deinem Unternehmen max. nur wenige Monate zur Verfügung stehen. (Umlaufvermögen)

Natürlich kannst die über die ausgewiesenen Werte sowohl für die Aktiva als auch Passiva eine Summe ziehen. und das ist auch schon eine sehr wichtige Kennzahl: Die Bilanzsumme

Daraus ergibt sich auch schon, dass die Bilanzsumme für beide Seiten immer gleich groß ist. Eine Bilanz ist immer ausgeglichen, so nennt man das. Ist dies mal nicht der Fall - so weißt, Du zu 100%, dass ein Fehler vorliegt.

Je nachdem, kann eine Bilanzextrem aufgebläht und recht kompliziert zu lesen sein. In der Regel wirst Du aber eine komprimierte Form aus DATEV vorfinden, wo Du Dich im Geschäftsalltag wiederum auch nur auf ein paar wenige Zahlen wirklich zu konzentrieren brauchst - zumindest im Normalfall.

Wenn Dich interessieren sollte, wie Du Deine Bilanz en detail analysieren kannst, dann schau doch gerne in den verlinkten Artikel. Dort habe ich auch die wichtigsten Kennzahlen zur Bilanzanalyse erklärt.

Diese Bilanzpositionen solltest Du im Blick behalten

Dazu gehören:

  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - das ist die Summe an noch nicht von Deinen Kunden bezahlten Rechnungen
  • Bestände - Wenn Du physische Produkte verkaufst und diese oder benötigte Roh- / Hilfs- oder Betriebsstoffe auf Lager liegen hast, dann findest Du den Wert hier
  • Kasse & liquide Mittel - hier findest Du Summe alle Geldbeträge, die auf all Deinen Geschäftskunden aktuell gebucht sind
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - das ist so etwas wie das Gegenstück zu der Forderungen LuL und hier werden alle noch offenen Rechnungen aufsummiert, die noch bezahlen darfst
  • mit Abstrichen Verbindlichkeiten g.g.ü. Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten: Alle Beträge, die Du entweder Deiner Bank oder sonstigen Gläubern noch zurückzahlen darfst

Vielleicht erinnerst Du Dich an die Folge 29. Dort habe ich Dir vom Working-Capital, also von dem gebundenen Kapital erzählt. Und genau das kannst Du hier ablesen und auf diesem Weg Dein Unternehmen steuern. Denn Du erinnerst Dich bestimmt, mit working capital ist die Summe aus „Forderungen LuL, Bestände und VB LuL“ gemeint.

Du siehst, eine Bilanz lesen ist gar nicht schwer. Vielleicht benötigst Du etwas Übung, aber mit jetzt wird Dir das bestimmt viel leichter fallen.

bleib' erfolgreich!

Jörg Roos

Ich unterstütze Selbstständige und Unternehmer ihr Business auch finanziell auf stabile Beine zu stellen, indem ich ihnen zeige, wie sie ihr Bauchgefühl mit ihren Zahlen kombinieren können, um so eine perfekte Entscheidungsbasis zu erhalten. Meine Kunden meistern Krisen erfolgreich, auch wenn sie vor unserer Zusammenarbeit gar keine Ahnung von Zahlen hatten!


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