Wie der Wechsel meiner Buchhaltungssoftware mich fast um den Verstand brachte!
Buchhaltungssoftware

Wie der Wechsel meiner Buchhaltungssoftware mich fast um den Verstand brachte!

Eigentlich sollte es ganz einfach sein. Auf keinen Fall sollte es ein Projekt werden. Und unter gar keinen Umständen, sollte sich dieses Thema in das Jahr 2019 ziehen. Pustekuchen! Was als wohl überlegter und zeitlich fest geplanter Wechsel meiner Buchhaltungssoftware begann, endete in einem Projekt mit einem überraschenden Ende. Und weil irgendwann so ziemlich jeder Selbständige eine gute Buchhaltungssoftware sucht, möchte ich Dich in diesem Artikel an meinen Erfahrungen & Learnings teilhaben lassen.

Wenn Du also auch über den Wechsel Deiner Buchhaltungssoftware nachdenkst, dann ist das genau Dein Artikel.

Warum brauchst Du überhaupt eine Buchhaltungssoftware?

Je nachdem mit welchem Background Du in Deine Selbständigkeit startest, wirst Du vermutlich an vieles denken. Aber nicht an eine Buchhaltungssoftware. Wenn Du es ernst meinst, wirst Du Dir nämlich direkt zum Start Deiner Selbständigkeit einen Steuerberater suchen – und dann innerlich einen Haken an das Thema machen. Viele wählen noch einen schönen Schuhkarton aus, in dem sie alle Rechnungen ablegen. Mit der Übergabe dieses Kartons endet dann für diese „Unternehmer“ die Verantwortung für die eigenen Zahlen & Finanzdaten.

Solltest Du Dich jetzt etwas ertappt fühlen: Hör damit auf!

Sofort.

Warum? Lies‘ weiter?

Ich gehe davon aus, dass Du mit Deinem Business richtig durchstarten möchtest. Du möchtest die Welt aus den Angeln heben und im Rahmen Deiner zukünftigen Weltherrschaft alles neu sortieren.

Ok, vielleicht auch `ne Nummer kleiner. Aber Du verstehst, was ich meine.

Aber ganz sicher hast Du große Ziele, also richtig große Ziele, oder?

Denn dann ist es eine Deiner wichtigsten Aufgaben, dass Du selbst jederzeit einen verlässlichen Überblick über Deinen Finanzen hast. Auch, wenn Finanzen Dich langweilen oder Du keine Ahnung davon hast.

Schreib Dir in diesem Fall folgenden Satz auf den Spiegel, in den Du jeden Morgen schaust:

Zahlen sind so lange unwichtig & langweilig,
bis sie Dir Dein Business wegnehmen.
Und damit Deine Träume!

Und damit meine ich nicht, dass Du jetzt auch noch Buchhalter werden sollst. Nein, ich empfehle Dir aber dringend, dass Du Deine Zahlen „lesen“ kannst und verstehst, wie sie sich zusammensetzen. Das ist die Aufgabe, die Du als Unternehmer unbedingt drauf haben darfst.

Eine Buchhaltungssoftware ist dafür eine sehr gute Basis. Wenn Du diese bedienen kannst, dann hast Du schon einiges geschafft. Und die Bedienung darf ganz einfach sein. Aber zu den Anforderungen kommen wir später.

Übrigens:

Ich nenne dies Art von Software eigentlich gar nicht Buchhaltungssoftware. Für mich ist das mehr eine Rechnungsmanagement-Software. Denn mit dieser Software kannst Du ganz bequem:

  • Deine Rechnungen an Kunden schreiben,
  • die Rechnungen, die Du von Lieferanten & Shops erhältst (Bahntickets, neuer Computer, Fremdarbeiten…) erfassen und
  • somit jederzeit(!) den Überblick behalten, was eigentlich auf Deinem Bankkonto passiert.

Dadurch ist es ganz leicht, digitale Rechnungsbelege (notfalls scannst Du diese einfach ein) den einzelnen Positionen auf Deinem Bankkonto zuzuordnen. Außerdem hast Du „automatisch“ alles an einem Ort. (Bye, bye Schuhkarton!)

Das es hierzu auch noch rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten gibt, die eine seriöse und ernstzunehmende Buchhaltungssoftware erfüllen sollte, wollen wir jetzt nicht vertiefen. Stattdessen nenne ich nur ein sehr wichtiges Stichwort: „GOBD“.

Zusammengefasst:

Mit einer solcher Buchhaltungssoftware kannst Du alle Rechnungen, die in irgendeiner Form Dein Business betreffen, ganz einfach im Blick behalten und per Schnittstelle an (moderne) Steuerberater übergeben. Deiner gehört hoffentlich dazu, sonst melde Dich mal bei mir...

Ist es eigentlich Zufall, dass ich immer wieder feststelle, dass Kunden, die ausschließlich digital mit ihrem Steuerberater zusammenarbeiten, viel zufriedener mit ihrem Steuerberater sind?

Wie findest Du. die für Dich passende Lösung – und wie bin ich vorgegangen?

Ganz zu Beginn habe ich mich erst einmal hingesetzt, und mir überlegt, was ich von der Software eigentlich erwarte. Wie soll dieses Tool mir das Leben vereinfachen? Nur darum geht es ja eigentlich (das gilt übrigens für jede Software, die ich kaufe oder nutze).

Folgende Auswahlkriterien standen auf meiner Liste:

  • Schnittstelle zum Geschäftskonto
    Für einen reibungslosen und zeitsparenden Workflow ist es unbedingt notwendig, dass zwischen dem Geschäftskonto und der Buchhaltungssoftware eine gut funktionierende Schnittstelle existiert. Über diese Schnittstelle, werden dann nämlich alle Bewegungen, die auf Deinem Bankkonto stattfinden, automatisch in die Buchhaltungssoftware übertragen.

    Dadurch kannst Du mit der Software sehr schnell abchecken, ob eine Rechnung, die Du Deinem Kunden gestellt hast, bereits von diesem bezahlt wurde, oder nicht. Das ermöglicht Dir wiederum, jederzeit zu wissen, bei welchen Rechnungen Du nachhaken oder vielleicht sogar mahnen solltest.

    Dasselbe gilt natürlich für die Rechnungen, die Du bezahlen darfst. Natürlich könntest Du die Kontobewegungen auch über den Import von CSV-Dateien in die Software bringen, aber das ist mir zu zeitaufwendig.
  • Dadurch kannst Du mit der Software sehr schnell abchecken, ob eine Rechnung, die Du Deinem Kunden gestellt hast, bereits von diesem bezahlt wurde, oder nicht. Das ermöglicht Dir wiederum, jederzeit zu wissen, bei welchen Rechnungen Du nachhaken oder vielleicht sogar mahnen solltest.

    Dasselbe gilt natürlich für die Rechnungen, die Du bezahlen darfst. Natürlich könntest Du die Kontobewegungen auch über den Import von CSV-Dateien in die Software bringen, aber das ist mir zu zeitaufwendig.
  • Dadurch kannst Du mit der Software sehr schnell abchecken, ob eine Rechnung, die Du Deinem Kunden gestellt hast, bereits von diesem bezahlt wurde, oder nicht. Das ermöglicht Dir wiederum, jederzeit zu wissen, bei welchen Rechnungen Du nachhaken oder vielleicht sogar mahnen solltest.

    Dasselbe gilt natürlich für die Rechnungen, die Du bezahlen darfst. Natürlich könntest Du die Kontobewegungen auch über den Import von CSV-Dateien in die Software bringen, aber das ist mir zu zeitaufwendig.
  • Einfache Bedienung
    Für mich war und ist es extrem wichtig, dass ich mich sofort in der Software zurechtfinde. Gerade der oben beschriebene Abgleich, zwischen Bankkonto und den Belegen, sollte schnell und einfach möglich sein.
  • Berichte / Reporting
    Ich möchte die Belege nicht nur erfassen, sondern auch einen Ergebnisbericht (BWA, GuV) direkt in der Software haben. Auch wenn ich die Daten sowieso exportiere, um sie in meinem ZiG-System weiterzuverarbeiten, so ist mir dieser schnelle Blick sehr wichtig. Außerdem ist eine zusätzliche Kontrolloption immer gut.
  • Berichte / Reporting
    Ich möchte die Belege nicht nur erfassen, sondern auch einen Ergebnisbericht (BWA, GuV) direkt in der Software haben. Auch wenn ich die Daten sowieso exportiere, um sie in meinem ZiG-System weiterzuverarbeiten, so ist mir dieser schnelle Blick sehr wichtig. Außerdem ist eine zusätzliche Kontrolloption immer gut.
  • Export von Daten
    Gerade wenn ich wichtige Daten mit einer Software Daten verarbeite, möchte ich sicherstellen, dass ich die Daten auch wieder aus dieser Software rausbekomme. Das ist für mein ZiG-System wichtig, aber eben auch für die langfristige Flexibilität.
  • Schnittstelle zum Steuerberater
    Auch wenn ich (immer noch) keinen Steuerberater habe. Ich möchte sicherstellen, dass ich meine Daten über diese Software an einen Steuerberater weitergeben kann (inkl. der Rechnungsbelege). Dafür benötigt die Buchhaltungssoftware einen Steuerberater-Zugang und eine sog. DATEV-Schnittstelle. Somit wird die Zusammenarbeit nämlich viel einfacher, wir sparen Beide viel Zeit und ich dann auch Geld – weil der Steuerberater mir weniger Zeit in Rechnung stellen wird.
  • HGB & GOBD wird befolgt
    Natürlich müssen die gesetzlichen Bestimmungen befolgt und erfüllt werden. Denn eine solche Software nützt mir nichts, wenn irgendwann der Betriebsprüfer kommt und die Einträge nicht anerkennt. Hier ist insbesondere die Aufbereitung der Daten nach dem HGB (Handelsgesetzbuch) und der Datenverarbeitung gem. den Grundsätzen ordnungsgemäßer Beleg-Dokumentation (GOBD) wichtig. Seit 2018 spielt die DSGVO auch noch eine Rolle….
  • Cloud basiert
    Offline war gestern. Ich möchte gerne von überall auf der Welt auch an diese Daten kommen können. Daher kommt für mich nur eine sichere Cloud-Lösung in Frage.
  • Umsatzsteuer-Voranmeldung (USt-VA)
    Die USt.-VA sollte direkt aus der Software heraus möglich sein. Klar, kann ich das auch über die kostenlos zur Verfügung stehende Elster-Webseite machen. Aber ich mag es gern einfach und bequem. Und da dieser Wunsch bereits bei vielen Anbietern einer solchen Software umgesetzt wurde, ist dieser Punkt ein MUST HAVE!
  • Eigene App für iOS
    Das ist eine neue Anforderung, die erst seit Mitte 2018 bei mir aufgetaucht ist. Seitdem ich immer mehr mit meinem iPad Pro arbeite, möchte ich gerne nicht nur via Browser arbeiten können, sondern auch per App. Dabei sollte die App auch eine offline-Bearbeitungsfunktion ermöglichen.

Was bedeutet diese Liste für Dich?

Das waren die Punkte, die mir wichtig sind. Objektiv betrachtet, sind sicher nicht alle unbedingt echte MUST HAVES. Auch für mich nicht. Geh die Liste doch für Dich jetzt direkt einmal durch und schreib Dir die Punkte raus, die auch für Deine Auswahl wichtig erscheinen. Ergänze gerne durch Deine eigenen Wünsche und schreibe diese doch gerne hier unten als Kommentar. Das wäre großartig!

Jedenfalls waren dies MEINE Auswahlkriterien für meine Buchhaltungssoftware.

Thrive Leads Shortcode could not be rendered, please check it in Thrive Leads Section!


Welche Alternativen an Buchhaltungssoftware habe ich getestet?

Wie schon angedeutet. Es sollte ein schneller Wechsel werden – heraus kam ein Projekt, bei dem ich mich fast komplett verrannt hätte und viel zu sehr mit dem Innenleben meines Businesses beschäftigt war.

Meine Ausgangssituation

Klar, ich komme aus der Welt der Zahlen. Entsprechend war die Suche nach einer Rechnungsmanagementsoftware für mich auch eine der ersten Aufgaben, die ich sorgfältig bei meinem Einstieg in die Selbständigkeit erledigte.

Da ich mit meinem Business nebenberuflich begann, entschied ich mich für ein kostenloses Geschäftskonto bei KONTIST. (In diesem Artikel habe ich das Konto mal detailliert vorgestellt)

Damals war mit dieser Entscheidung auch klar, dass als Rechnungsmanagementsoftware für mich erst mal nur Debitoor in Frage kommt. Denn nur zwischen diesen beiden Softwares gab es eine gut laufende Schnittstelle. (Wenn ich das richtig in Erinnerung habe sind beide Programme ? durch denselben CEO ins Leben gerufen worden).

Da mein Geschäftskonto für mich weiterhin gesetzt war und ich einfach keine Lust hatte dieses umzustellen, lagen für mich drei Optionen oben auf:

Test-Kandidat 1: Debitoor

Wie schon gesagt. Durch die Wahl meines Geschäftskontos war die Auswahl sehr überschaubar. Genauer gesagt, blieb damals nur Debitoor*, da ich nicht gleichzeitig auch das Geschäftskonto wechseln wollte.

Da alle anderen Anforderungen erfüllt schienen, entschied ich mich für Debitoor und alles war gut. 

Im Laufe der Zeit schnappte ich dann immer mehr Geschichten auf, wonach Debitoor in der Zusammenarbeit mit einem Steuerberater (Punkt 5 meiner Liste oben), immer wieder Probleme machte. Es hieß nämlich, dass die Salden der verschiedenen Konten, also die Zwischenstände der unterschiedlichen Kostenkategorien, wie Reisen & Miete, fehlerhaft an den Steuerberater bzw. DATEV übergeben werden. Gerade in diesem Zusammenhang wurde mir dann immer wieder LexOffice ans Herz gelegt.

Nun, da ich aktuell mit keinem Steuerberater zusammenarbeite, betrifft mich das Thema nicht direkt. Allerdings plane ich sehr wohl irgendwann auch diesen Teil meines Businesses an einen Experten abzugeben, um mehr Zeit für meine Kunden zu haben. Somit war der Punkt für mich sehr wohl wichtig und stand deshalb auf der Anforderungsliste.

Ich halte es für wichtig, nicht mitten im Jahr die Software zu wechseln. Denn ich hatte zudem gelernt, dass zwar der Export der Daten möglich ist, aber dann nur ohne Dateianhang & Kategoriezuordnung wieder in die neue Software importiert werden kann. Wenn ich also ein zeitaufwendiges vollständiges Nachpflegen vermeiden wollte, dann würde ein Umzug bzw. Wechsel der Software nur zum Jahresende Sinn machen.

Mein Urteil:

Das gefällt mir gut:

Das würde ich mir wünschen:

Sehr einfache Bedienung

Auswertung "Forderungslaufzeit"

Sehr flexible Analyse der Daten möglich

Modernere Benutzeroberfläche

Tolles Reporting (inkl. Bilanz)

selbst anlegbare Kostenkategorien / Konten

USt-Voranmeldung direkt möglich 

iOS / Android-App mit Offlinedaten

Schnittstellen zu Third-Party-Apps

Fazit:

DEBITOOR hat zwar nicht die schönste Benutzeroberfläche. Allerdings ist die tägliche Arbeit ist wirklich einfach und schnell möglich. Ob DEBITOOR jetzt wirklich Probleme bei der Zusammenarbeit mit dem Steuerberater macht, kann ich (noch) nicht sagen. Sollte dies ein echtes Massen-Problem sein, würde ich erwarten, dass im Internet viel mehr Berichte darüber zu lesen wären.


Test-Kandidat 2: LexOffice

Ich schaute mir LexOffice mal an und hatte einen tollen Eindruck. In der Zwischenzeit war auch die Integration von Kontist in LexOffice in der Beta-Phase, so dass dieser wichtige Punkt auch erfüllt war. Zudem schien alles noch professioneller zu sein und es gab tolle Optionen. Also dachte ich mir:

„Ok, wenn LexOffice von so vielen Steuerberatern empfohlen wird, dann wechselst Du zum neuen Jahr einfach da hin!“ So würde ich einen sauberen Schnitt haben und wäre dann auf der sicheren Seite.


Als dann am BlackFriday 2018 ein tolles Angebot kam (auf das ich schon gelauert hatte), schlug ich zu und machte sofort mich an die Einrichtung. 

Alles funktionierte zunächst reibungslos. Das UserInterface, also die Benutzeroberfläche, ist recht aufgeräumt und wirkt auf mich etwas moderner, als die von Debitoor. Gerade das Dashboard gefiel mir sehr gut und ich war zuversichtlich eine gute Lösung gefunden zu haben.

Warum ich von LexOffice enttäuscht bin

Bis dann ca. in der zweiten Januar-Hälfte plötzlich die Synchronisation mit meinem Konto abbrach. Genau in dem Moment, als ich die ersten Belege den Kontenbewegungen zuordnen wollte.

Außerdem konnte ich meine, über den Dienst GetmyInvoices gesammelten, Belege nicht in der Software finden. Dabei waren beide Dienste miteinander verbunden und es gab keine Fehlermeldung. 

Wo waren meine Belege?

Ich meldete mich über die Chat-Funktion beim Support und hoffte auf schnelle Hilfe. 

Es dauerte ewig. Ich hakte auf allen Kanälen nach, bis ich einen hilfsbereiten und netten Mitarbeiter bei Lexware am Telefon hatte. Das Problem mit Kontist war schnell gelöst und meine Belege fand ich sehr versteckt auch wieder.

Endlich konnte ich arbeiten. 

Aber wie?

Warum zum Henker, gibt es in LexOffice nur eine Miniaturüberischt der hochgeladenen Belege, ohne eine Beschreibung des Rechnungsinhaltes in Textform darunter? Dabei werden die Daten von GetmyInvoices sauber und klar verständlich übergeben. 

Ich hatte jedenfalls sehr viele gleich aussehende Belege und die Kontenzuordnung wurde zu einem Geduldsspiel. Nein, das machte weder Spaß noch war es effizient.

Überhaupt, die Zuordnung der Belege dauerte sehr lange und ist unabhängig von der völlig wertlosen Miniaturübersicht recht umständlich. Machbar aber eben nicht komfortabel. Das war ich von Debitoor anders gewohnt! 

Langsam wuchs mein Frust und ich begann über Alternativen zu LexOffice nachzudenken. Der Support war zwar sehr bemüht und dankte mir für die konstruktiven und wertvollen Verbesserungsvorschläge. Aber das half mir auch nicht. Ich kam nicht voran. Zumindest nicht kurzfristig.   

Eins stand aber fest: Ich verstand und verstehe nicht wirklich, warum LexOffice einen so guten Ruf hat. Es ist ja toll, wenn die Daten super an den Steuerberater übergeben werden, aber als Kunde möchte ich doch so einfach, wie möglich mit der Software arbeiten. Ich bin noch „vom Fach“ und habe sogar „Bock“ auf das Thema. 

Aber als „normal-User“?

Mal ehrlich. Hast Du Lust Deine Zeit in das Wiederauffinden von Belegen zu stecken? Das geht besser. Viel besser, liebes LexOffice-Team!

Mein Urteil:

Das gefällt mir gut:

Das würde ich mir wünschen:

Ansprechende Benutzeroberfläche

Ein völlig neu gestalteter Bereich "hochgeladene Daten"

Aussagekräftiges Dashboard

Fremdwährungsunterstützung

Vernünftige Reporting- / Analyse-möglichkeiten

iOS / Android-App mit Offlinedaten

USt-Voranmeldung direkt möglich (nicht selbst getestet)

viele Schnittstellen zu Third-Party-Apps

Fazit:

LexOffice ist ganz sicher eine tolle Basis als Software. Ich habe grundsätzlich gerne damit gearbeitet, solange ich nicht in dem Bereich „hochgeladene Belege“ gefangen war. Dieser Bereich ist für mich ein „No-Go“ und in dem Fall auch der „Showstopper“. Das der Support in meinem Fall lange gar nicht reagierte, werte ich als Pech und glaube nicht, dass dies ein generelles Problem ist. Sonst wären die anderen Testberichte nicht so positiv.


Test-Kandidat 3: FastBill

Spätestens jetzt wurde aus einer geplanten Aktion ein Projekt. Denn ich checkte die Alternativen und schnell war klar, dass FastBill die Lösung sein könnte. 

Ich richtete umgehend ein Test-Account an und war begeistert. Das UserInterface machte einen sehr modernen Eindruck, und es machte Spaß damit zu arbeiten.

Die Belege wurden von GetmyInvoices sauber importiert und die Zuordnung zu den Bankdaten klappte schnell und problemlos. Ich fand mich sehr schnell zurecht und war begeistert, dass ich selbst Kategorien erstellen konnte. Das kannte ich von Debitoor so nicht. Super!

Toll auch, dass automatisch angezeigt wird, wie lange ein Kunde durchschnittlich benötigt, um eine Rechnung zu bezahlen. Das ist eine sehr wertvolle Information, die ich mir sonst immer manuell herausarbeiten musste.

Warum es FastBill nur fast geworden ist

Die Anbindung zu Kontist lief stabil. Es schien, dass ich bei FastBill alles bekommen könnte, was für mich wichtig ist. Nur ein gute APP für mein iPad und ein vernünftiges Reporting. 

Während die App evtl. zu verschmerzen gewesen wäre, so traf mich das fehlende Reporting umso mehr. Alles, was Fastbill hier bietet ist eine Aufstellung der Summe an Einnahmen und Ausgaben. 

Mehr nicht. Alles in einer Zeile.

Das war es.

Hmm.

Zumindest eine Ergebnisübersicht in BWA-Form und vielleicht noch eine Bilanz wären toll gewesen. Dabei ist alles vorbereitet und sicher auch kein Hexenwerk. Ich fragte beim Support nach und erhielt sehr schnell eine Antwort. Leider sieht FastBill auch in Zukunft erst mal keinen Schwerpunkt und es sind keine weiteren Berichte geplant.

Ok, ich gebe zu, dass meine Ansprüche in dem Bereich vermutlich auch außergewöhnlich sind. 

So langsam dämmerte es mir. Sollte ich doch bei Debitoor bleiben?

Mein Urteil:

Das gefällt mir gut:

Das würde ich mir wünschen:

Tolle Benutzeroberfläche

Auswertung Gewinn- & Verlustrechnung / BWA

Einfache Bedienung

Bilanz

Auswertung "Forderungslaufzeit"

iOS / Android-App mit Offlinedaten

USt-Voranmeldung direkt möglich (nicht selbst getestet)

viele Schnittstellen zu Third-Party-Apps

Fazit:

FastBill hat mir am meisten Spaß gemacht. Leider wird hier aktuell kein Wert auf das Reporting gelegt. Sehr schade, denn grundsätzlich ist alles dafür vorbereitet. Wer „nur“ ein Tool sucht, mit dem Ein- & Ausgangsrechnungen gemanaged werden können, der ist hier gut aufgehoben!

weitere Alternativen für eine Buchhaltungssoftware für Selbständige?

Diese 3 Varianten habe ich mir intensiv angeschaut. Beziehungsweise mit Debitoor arbeite ich bereits seit mehreren Jahren. Zusätzlich fielen mir noch sevDesk*, Buchhaltungsbutler, papierkram.de und orbnet als weitere Alternativen ein. Es war in der Zwischenzeit Anfang März 2019 und ich verspürte den Drang die für mich perfekte Lösung zu finden. Doch dem wollte ich zumindest für mein Business nicht nachgeben. Vielmehr war es mir wichtig, dieses interne Projekt endlich abzuschließen.

Außerdem: Jede der oben genannten weiteren Alternativen, würde erheblichen Zusatzaufwand bedeuten. Ich dürfte mich mit einem neuen Geschäftskonto beschäftigen auch diesen Umzug durchführen. Das schien mir jetzt nicht mehr angebracht. Ich möchte meine Zeit lieber in meine Kunden investieren

Daher habe ich mir diese Alternativen bisher nur sehr oberflächlich angeschaut und kann mir aktuell kein Urteil erlauben. Wenn Dich das aber interessiert, was ich davon halte, dann hinterlasse hier einfach einen Kommentar. Vielleicht greife ich das Thema dann einfach wieder auf und baue diesen kleinen Test für Dich aus.

Was meinst Du? Schreib’ auch dazu gerne einen Kommentar hier unten.

Das Ergebnis: And the winner is….

Vermutlich überrascht es Dich jetzt nicht: Ich werde weiter auf Debitoor* setzen und damit mein ZiG-System füttern.

Wenn ich dann irgendwann einen Steuerberater beauftrage, werde ich erfahren, ob dies auch für mich eine gute Entscheidung war. Vielleicht darf ich dann das Thema vielleicht wieder hochholen. Vielleicht hat mein Steuerberater dann aber auch gar keine Probleme mit den Debitoor-Daten. Warten wir es ab.

Ich habe einiges gelernt, während dieser Odysee. Und quasi nebenher ist ein Test von drei Buchhaltungsprogrammen herausgekommen, von dem Du jetzt profitieren kannst.

Es hat sich also gelohnt! ?

Aber sag mal: Wie hättest oder hast Du Dich entschieden?

Du ahnst es schon: Schreib‘ Deine Antwort einfach als Kommentar. Dann können wir darüber gerne diskutieren......

bleib' erfolgreich!

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