Rückblick 2016
Review2016

Rückblick 2016, oder erstens kommt es anders. Und zweitens als man denkt!

Noch 4 Mal schlafen. Dann ist Weihnachten 2016. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Zeit der Jahresrückblicke beginnt. Auch ich möchte gerne einen Rückblick auf das Jahr 2016 werfen und Dir dabei vor allem einen Einblick „hinter die Kulissen“ gewähren.

Als ich meinen Blog im Oktober 2015 gestartet habe, war mir schon klar, dass dies kein Zuckerschlecken werden würde. Mir war auch klar, dass ich einen „Marathon“ gestartet habe, wo Geduld  gefragt sein wird.

Die Idee

Meine Idee war und ist es auch heute noch, den Ruf des Controllings aufzupolieren.

Ich möchte dazu beitragen, dass Controlling nicht mehr als langweilige Pflichtveranstaltung wahrgenommen wird. Gutes Controlling bietet JEDEM Unternehmen echten Mehrwert und darf auch Spaß machen. Vor allem, es ist für jedes Unternehmen in einem angemessenen Rahmen einsetzbar. Wichtig ist „nur“ das passende Konzept.

Also wollte ich damals KMUs und Controller ansprechen. Für mich war es erstmal logisch beide Zielgruppen auszuwählen. Auch, um dann zu sehen, welche Resonanz von wo kommt. Das dies eine sehr gewagte Zielgruppendefinition war, ahnte ich damals vielleicht. Aber wie heißt es so schön: „Ach, das passt schon!“

Eines war aber von vornherein klar. Ich wollte der Welt keinen Hobbyblog zum Thema Controlling schenken. Ich hatte von Beginn an eine professionelle Absicht und wollte früher oder später ein Online-Business darauf aufbauen.

So ging der Blog dann online und ich bloggte bis zum Jahresende vor mich hin. Und mit derselben Einstellung bin ich dann auch hochmotiviert in das Jahr 2016 gestartet.

Review2016

Foto von: PixelsAway

Das Jahr 2016, oder eine Reise durch Gefühlswelten

Pre-Relaunch 

Nicht ganz ohne Hintergedanken, habe ich im Januar entsprechend zur „Anti-Jammer-Challenge“ aufgerufen. Hast Du eigentlich auch mitgemacht? Ich bin ehrlich, ich habe es lange durchgehalten, aber es auch nicht ganz geschafft bis heute. Aber ich arbeite weiter dran…

Die Artikel in Folge blieben leider ohne besondere Resonanz. Zudem tauchten immer mehr Probleme im Backend der Webseite auf. Alles in allem entstand ein Gefühl, dass irgendetwas Grundlegendes nicht stimmt. Von anfänglich rund 1.500 Besuchern pro Monat fanden in der Zwischenzeit weniger als 700 Besucher auf meine Seite.

Tendenz rückläufig.

Wochenlang gab es praktisch keine Anmeldung zu meinem Newsletter. Dabei war mir in der Zwischenzeit klar geworden, dass ein Online-Business vor allem über ein gutes eMail-Marketing funktioniert.

Ich bekam Zweifel. Sind KMUs wirklich die richtige Zielgruppe für mich?

Grundsätzlich war ich mir sicher, dass viele KMUs von meinem Angebot profitieren könnten. Aber sind die entsprechenden Unternehmer auch wirklich im Internet unterwegs? Oder sollte ich mich doch lieber auf Controller als Zielgruppe fokussieren? Plötzlich stand irgendwie alles in Frage. Ich war weiterhin voll begeistert und hochmotiviert, aber ich wusste nicht recht, wo ich „anpacken“ sollte.

Über eine Facebook-Challenge habe ich dann im Februar/März letztlich meine erste Kundin kennengelernt. Es hat mir viel Spaß gemacht dem Parkettstudio Kessel mit meinen Tipps helfen zu können.  Ein echter Hoffnungsschimmer und Motivationsschub.

Im April 2016 dann mein erstes Artikel-Highlight. Der Artikel „4 gute Gründe, die gegen Excel im Controlling sprechen“ ist sehr gut angekommen. Recht viele Kommentare hier im Blog und auch auf Facebook und Twitter belohnten meine Arbeit. WOW, das war ein gutes Gefühl. Ich wollte mehr davon.

Als der Artikel erschien, habe ich aber längst im Hintergrund an einem Relaunch gearbeitet. Der Zeitpunkt war jetzt irgendwie doof, aber ich wollte es durchziehen. Schließlich habe ich einen „großen“ Plan.

Keine wirklich klare Zielgruppe, viele technische Anfängerfehler und das „SIE“ als Ansprache (wirkte auf mich unpassend zu meinem Schreibstil). Das waren damals die Hauptargumente für den Relaunch. Insbesondere deshalb, weil sie für mich auch als Gründe für den unbefriedigenden Traffic-Verlauf taugten.

Relaunch

Eine internetaffine Zielgruppe und ganz klarer Fokus, das sollte zum Durchbruch verhelfen.

Schlussendlich entschied ich mich dafür Unternehmer von StartUPs und KMUs anzusprechen. Der Unterschied StartUP und KMU ist für mich marginal. Denn jedes KMU war auch mal ein StartUP – zumindest aus Controlling-Sicht.

Die Controlling-Themen sind etwas anders geprägt, aber wirklich grundsätzliche Unterschiede gibt es nicht. StartUPs sind aber sehr internetaffin und haben meist ein Problem, bei dem ich helfen kann. Sie arbeiten häufig mit Investoren und diese wollen wiederum ein professionelles Reporting, um die Wertentwicklung des Unternehmens beurteilen zu können. Dabei kann ich helfen J

Von Mai bis Juli war dann offiziell Sendepause. Keine neuen Artikel. Eigentlich sollte die Pause deutlich kürzer sein, aber da ich alles alleine und nebenberuflich mache, hatte ich so manche Lernkurve zu erklimmen. Viele Umstellungen sahen so einfach aus und waren dann doch sehr umfangreich. Das habe ich unterschätzt und offen gesagt: ich würde es auch nie wieder so machen. Insbesondere die Umstellung vom „Sie“ zum „DU“ hat wahnsinnig viel Zeit gekostet, da ich fast alle Artikel überarbeitet habe.

Außerdem wollte ich mit einem ersten Produkt online gehen. Eine professionelle Excel-Lösung zur Kostenentwicklung schien mir ein guter Start zu sein.

Als ich eigentlich mit allem fertig war, stand dann mein Sommerurlaub an. Den wollte ich unbedingt mit meiner Familie genießen und entschied somit den Relaunch auf den 01. August zu verschieben. Es hatte ohnehin alles viel zu lange gedauert. Da kam es jetzt auf 2-3 Wochen auch nicht mehr an.

Nach dem Relaunch

Am 1. August war es dann soweit. Im Social Media machte ich eine kleine Launch-Kampagne, um mich zurückzumelden. Mein Excel-Reporting „Dein KostenManager“ wurde zeitgleich gelauncht. Ich war voller Hoffnung und Begeisterung und hatte viele gute Pläne. Mit MindMaps waren Prozesse skizziert und auch erste eMail-Marketing-Serien in Vorbereitung. Ready for take-off.

Der Relaunch fühlte sich gut an. Ich bekam einiges mehr an Feedback. Nachdem die Seite fast 3 Monaten offline war, glich dies im Grunde einem kompletten Neustart. Den KostenManager verkaufte ich ein paar Mal, was mich freute. Da meine Seite ja zu dieser Zeit sehr wenig Traffic (350 Besucher im August 2016) hatte, war das für mich eine gute Quote.

Nicht jeder Kunde ist auch mein Kunde

Schnell durfte ich wieder mal erkennen, dass offenbar nicht jeder Mensch ehrlich ist. So durfte ich es mehrere Male erleben, dass sich Kunden im Vorfeld sehr intensiv zum KostenManager beraten ließen. Toll, denn der direkte Austausch machte mir viel Spaß und ich gab mir viel Mühe, die Fragen ausführlich zu beantworten. Schließlich kauften diese Kunden dann auch. Allerdings wohl nur, um den KostenManager nach rund 24 Stunden wieder zurückzugeben.

Da es recht intensiven Kontakt im Vorfeld gab, fragte ich dann hier auch per email ausnahmsweise mal nach. Normalerweise mache ich das nicht, aber nach dem es im Vorfeld sehr intensiven Austausch gab, war ich doch recht verwundert. Natürlich kein Feedback mehr. Für mich ist es absolut ok, wenn jemand nicht zufrieden ist und dann vom Rückgaberecht Gebrauch macht, auch wenn es natürlich „weh tut“. Aber so, wie diese „Rückgaben“ liefen, hat das G‘schmäckle…..

Naja, nach ein paar Tagen des Frustes habe ich mich geschüttelt und weitergemacht. Die 3 sollen glücklich mit dem KostenManager werden. Wenn er ihnen hilft, dann ist ja auch gut. Den Rest dürfen sie mit sich selbst ausmachen.

Jahresendspurt

Im Oktober habe ich dann meine Excel-Hochrechnung „Deine Glaskugel“ und im November meine Kundenanaylse „KundenOrakel“ veröffentlicht. Offen gestanden: Mit bescheidenem Erfolg.

Es gab auch tolle Sachen. Da war mein Artikel über die 41 Quellen für Deinen Geschäftserfolg, auf den ich sehr viel Feedback erhielt und auch ein paar tolle neue Kontakte knüpfen konnte. Leider ist es bei anderen Artikeln in puncto Kommentaren und Feedback sehr ruhig gewesen.

Auf meine Umfrage habe ich bisher 8 Rückmeldungen bekommen. Das mag vielleicht nicht viel und schon gar repräsentativ sein. Aber den 8 Menschen, die sich die Zeit für mich genommen haben, bin ich sehr dankbar. Ich werde die Ergebnisse in meine Planung für das Jahr 2017 direkt einfließen lassen. Naja, eine erste Reaktion gab es ja schon.

Weißt Du, was ich meine?

Achja, Traffic gibt es wieder etwas mehr. Im November hatte ich 1.765 Besucher und mein Newsletter-Verteiler wächst auch langsam aber stetig. „Der Trend is your friend!” J

Allerdings setze ich in der Zwischenzeit auch auf Facebook-Werbung und ich habe einen sogenannten eMail-Funnel eingerichtet. Über diese Form des eMail-Marketings versuche ich jetzt also mein Online-Business in Schwung zu bringen, indem ich vorgeschriebene eMails automatisch versende. Es macht mir weiter einen Riesenspaß immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren und weiter dazuzulernen. Gerade auf dem Gebiet „Online-Marketing“, habe ich noch Potentiale, die es zu heben gilt…..

Mein Jahresresumee

Das Thema Controlling ist sicher nicht einfach zu transportieren. Auch wenn das Jahr  2016 rein nach Zahlen und Fakten höchstens als durchschnittlich bewertet werden darf. Ich bin weiter davon überzeugt, dass ich mein Ziel erreichen werde.

Bis dahin bedeutet für mich jedes NEIN: „Noch ein Impuls nötig“. Es gibt vermutlich einige, die denken würden, dass sich der zeitliche und in der Zwischenzeit auch finanzielle Aufwand nicht lohnt. Ich sehe das anders. Ich habe offenbar noch nicht ganz den richtigen Weg gefunden.

Aber kennst Du das Kinderspiel „Topfschlagen“? Wenn sich ein Kind dem Top nähert, rufen wohlgesonnene Erwachsene gerne „Warm, wärmer, heiß…..“. Irgendwie fühlt sich das alles gerade sehr ähnlich an.

Mir macht diese Webseite und der Aufbau meines Online-Business einen Riesenspaß. Ich entwickle mich persönlich weiter und lerne jeden Tag dazu. Dafür bin ich dankbar.

Da ich zudem in den letzten Jahren gelernt habe, dass Dankbarkeit der Schlüssel zu einem zufriedenen Leben ist, ziehe ich auch ein zufriedenes Fazit aus dem Jahr 2016. Es ist gut so, wie es ist. DANKE dafür.

Für Deine Treue, Deine Beteiligung und Unterstützung möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
Es würde mich sehr freuen, wenn Dir dieser „behind the scenes“-Artikel gefallen hat
und Du auch im Jahr 2017 weiter mein Leser bleibst.
Jetzt wünsche ich Dir und Deinen Lieben erstmal ein fröhliches Weihnachtsfest und viele schöne Momente!

Unterschrift

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Posted by Jörg
20. Dezember 2016
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Das darfst Du in 2017 von mir erwarten!

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