Wie Du Deine Nervosität endlich in den Griff bekommst!
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Wie Du Deine Nervosität endlich in den Griff bekommst!

Es ist 23 Uhr und Du bereitest Dich gerade darauf vor, zu Bett zu gehen. Du weißt schon, dass es eine unruhige Nacht werden wird. Deine Nervosität wird immer größer. Du kannst nur noch an morgen denken. Morgen um 10 Uhr steht Deine große Präsentation an. Vieles hängt von dieser einen Präsentation jetzt ab. 

Bestimmt werde ich morgen nur rumstottern, stolpern, ein Glas umwerfen und meinen Text vergessen. Ich hätte mir doch alles aufschreiben sollen… Wie war das nochmal mit… ?

Kennst Du solche Abende? Jeder von uns hat sie schon erlebt und niemand von uns hat sie geliebt. Es muss nicht immer eine große Präsentation sein, manchmal ist es auch ein wichtiges Meeting oder ein Gespräch, dass uns nervös werden lässt.

Es sind zumeist Ereignisse, denen wir selbst, aus welchem Grunde auch immer, eine überragende Bedeutung beimessen. Dann erlauben wir der aufsteigenden Nervosität praktisch die Kontrolle über unseren Körper und Geist. Viele, die Du vielleicht in solchen Situationen um Rat fragst, werden vermutlich sagen, Nervosität ist normal und im Laufe der Jahre wirst Du immer weniger/seltener nervös werden.

Hmmm, aber warum bin ich denn nervös? Muss das sein?  

Ich halte Nervosität für normal. Eigentlich bin ich sogar etwas dankbar, wenn ich merke, dass ich nervös bin. Für mich ist es in der Zwischenzeit etwas Positives und nicht mehr etwas Negatives, wie vielleicht noch vor einigen Jahren.

Wie so häufig, liegt der Schlüssel darin, dass wir unsere Einstellung zu einem Thema ändern. Dafür sollten wir uns das Thema aber genauer ansehen. Also habe ich das mal irgendwann gegoogelt und dabei gelernt, dass Nervosität eigentlich nur überschüssige Energie in unserem Körper ist, die raus will, die eingesetzt werden will. Man nennt diese zusätzliche Energie auch gerne „Adrenalinschub“.

Den Spieß umdrehen  – DANKE sagen, für die Extra-Portion Energie

Das Wort Energie ist für mich schon eher positiv besetzt, denn Energie gibt mir Kraft etwas zu tun, sei es im Sport oder eben auch im Beruf. Unser gesamter Körper, jede Bewegung, ja sogar jeder Gedanke ist das Ergebnis von energetischen Reaktionen in unserem Körper, also ist das schon mal etwas Gutes. Da sind wir uns spätestens jetzt einig, oder?

Wir dürfen also fast etwas dankbar sein, wenn wir merken, dass wir nervös sind, denn wir bekommen zusätzliche Energie geschenkt, die uns helfen wird unser Ziel zu erreichen.

Dreh’ den Spieß also einfach um und lass Dich nicht von dem bösen Wort „Nervosität“ ins Bockshorn jagen.

Ja, ich weiß, Du sitzt jetzt vor Deinem Bildschirm und denkst:

„Das ist ein netter Gedanke, wenn ich so ein bisschen nervös bin. Aber was ist, wenn ich richtig, also so wirklich richtig nervös bin? Hat der liebe Jörg da auch ein paar Tipps auf Lager?“

Ja, hat er ! 

Mir ist bewusst, dass es auch diese Momente geben kann, wo man selbst glaubt förmlich durchzudrehen. Momente, wo die Hände zittern und/oder schweißnass sind und man gefühlt kurz davor steht zu hyperventilieren.

Aber auch in diesen Momenten, rufe ich mir in Erinnerung, dass diese Nervosität eigentlich etwas Positives ist. Auch wenn ich mir in diesen Momenten manchmal vielleicht selbst nicht glauben kann, so ist das für mich wichtig, denn ich glaube daran, dass wir Menschen auch unser Unterbewusstsein programmieren können. Und genau das versuche ich, in diesen Momenten zu schaffen.

Da dies jetzt aber nicht mehr reicht, gehe ich für mich die folgenden Punkte durch, die ich in den letzten Jahren als nützlich empfunden habe (ohne dass ich sie je wissenschaftlich überprüft habe). Manchmal nutze ich nur einige davon, manchmal aber auch alle.

Also, hier ist

Mein Wundermedizinkoffer  gegen DEINE Nervosität

 

Nervositaet„Was kann im schlimmsten Fall passieren?“

Stell Dir ganz bewusst diese Frage. Sie dient dazu, die echten Verhältnismäßigkeiten wieder herzustellen. In unserer Nervosität heben wir die vor uns liegende Präsentation fast auf eine Art Olymp.

Wir messen der Präsentation eine unverhältnismäßig große Bedeutung bei und tun so, als ob förmlich unser gesamtes Lebensglück davon abhängen würde. Mach Dir bewusst, was wirklich passieren würde, wenn Du die Präsentation in den Sand setzt, wenn irgendetwas wirklich schief läuft.

Was passiert wirklich

Ok, Du erreichst Dein Ziel dann eventuell nicht, aber auch da passieren immer mal wieder „Wunder“. So, what?

In den wenigsten Fällen wird Deine berufliche Karriere wirklich zu Ende sein oder einen wirklich nennenswerten Knick erleiden.

Vielleicht darfst Du einen Umweg gehen, um Dein  Ziel zu erreichen, aber eventuell bietet Dir gerade dieser Umweg dann die Chance Deines Lebens bzw. es wartet dort etwas besonders Schönes auf Dich.

Denk also wirklich ernsthaft darüber nach, was Dir  passieren könnte und zumeist wirst Du Deine Nervosität schon zumindest eine Stufe zurückfahren.

An die gute Vorbereitung erinnern

Du hast Dich auf die Präsentation doch sehr gewissenhaft vorbereitet. Du hast den Folienaufbau genau durchdacht, Dich in Dein Publikum hineinversetzt und Deine Argumentation so aufgebaut, dass Deine Zuhörer Dir folgen können. Alle Reports und Kennzahlen sind geprüft und auf aktuellem Stand und Du hast die Präsentation mehrfach geübt.

Wenn Du ein paar Infos suchst, was eine richtig gute Präsentation ausmacht, dann lies  hierzu Teil 1 und Teil 2 zu diesem Thema.

Aus welchem Grund sollte jetzt noch etwas schief gehen? Weil Du nervös bist? Never!

Wenn Du so gut vorbereitet bist, dann wirst Du keinen Blackout haben, vertraue auf Deine Vorbereitung, rufe Dir in Erinnerung mit welcher Akribie Du alles durchdacht hast.

Erfreue Dich am professionellen Layout, da kann ja gar nichts mehr schief gehen

Wenn Du mein kostenloses eBook zu diesem Thema gelesen hast, dann weißt Du, dass Du Dir allein mit dem professionellen Layout Deiner Folien, einen Vertrauensvorsprung bei Deinen Zuhörern erarbeitet hast.

Es steht also bereits 1:0 für Dich!

Warum solltest Du diese Führung jetzt aus der Hand geben?

Ruf nochmal die Freude in Deinem Kopf ab, die Du empfunden hast, als Du die Folien fertiggestellt hast. Bestimmt hast Du auch bereits von Deinem „Probe-Publikum“ ein Lob dafür erhalten. Mach Dir dies bewusst! Damit stärkst Du Dein Selbstvertrauen und senkst Deine Nervosität!

Eine Runde spazieren gehen / frische Luft schnuppern

Wenn das Wetter es erlaubt, dann kann es auch sinnvoll sein, einfach noch mal frische Luft zu schnuppern. Einfach noch mal 10 Minuten vor die Tür gehen und bewusst etwas anderes sehen. Mach diesen Spaziergang möglichst bewusst und versuch kurz nochmal aus dem Präsentationsthema auszusteigen.

Nimm die Bewegungen der Bäume war, verfolge die Flugrichtungen der Vögel und rieche die Umgebung eventuell auch mal bewusst. Wenn Du dies so 60 bis 90 Minuten vor dem großen Moment machst, hast Du danach noch genug Zeit, Dich nochmal zu fokussieren.

Die frische Luft wird aber Dein Stresslevel deutlich gesenkt haben. Du hast also Dein Energielevel verschoben!

Zettel mit den wichtigsten Stichpunkten / Ablauf in die Hosentasche

Wenn es ganz schlimm ist, setze ich mich am Vorabend hin und schreibe mir zu jeder Folie 1-2 Stichpunkte auf. Ich erstelle sozusagen eine „Management Summary meiner Folienaussagen“.

Dies ist dann ein DIN A4 Zettel, der sauber strukturiert ist, so dass ich mich im Notfall auch schnell genau zu dem Punkt navigieren könnte, wo ich gerade in der Präsentation stecke. Diesen Zettel falte ich dann und stecke ihn am Präsentationsmorgen in meine Hosentasche.

Ob ich mich wirklich im Notfall schnell navigieren könnte, oder ob der Zettel in einer solchen Situation dann auch wirklich weiterhilft, kann ich nicht sagen, denn ich habe ihn nie wirklich hervorholen müssen.

Er hat mir einfach ein gutes Gefühl, Sicherheit gegeben, ich weiß, dass ich, im Falle des Falls, noch einen Joker habe. Bisher hat mir das immer gereicht.

Atemübungen machen

Eine sehr schöne, einfache und auch für die Außenwelt fast unsichtbare Möglichkeit sich runterzufahren sind Atemübungen.

Wenn möglich, schließe kurz die Augen und atme tief ein, konzentriere Dich auf Deinen Atem und spüre ihm nach, wie er durch Deinen Mund oder Nase den Rachen hinunterwandert, Deinen Brustkorb durchfliesst und schließlich im Bauch ankommt, um die Rückreise anzutreten.

Konzentriere Dich wirklich nur auf Deinen Atem und blende für diese Zeit alles um Dich herum aus. Wiederhole das ein paar Mal, vielleicht 5-7 Mal und sag Dir zum Abschluss: „Alles wird gutgehn‘, ich schaffe das jetzt“.

Die oben genannten „Schnell-Maßnahmen“ sind, wie gesagt, meine persönlichen Erfahrungen. Das ist ein Setup, mit dem ich gut klarkomme. Es gibt tausend andere Varianten, Optionen seine Nervosität in den Griff zu bekommen, mit denen ich aber keine Erfahrungen habe und daher schreibe ich darüber hier auch nicht. Gerne habe ich Dir aber hier ein paar Links herausgesucht, die Dir eventuell weitere, für Dich passendere, Möglichkeiten aufzeigen.

Das Wichtigste scheint mir aber zu sein, dass Du Dir verdeutlichst, dass die Nervosität Dein kleiner Helfer, Dein Freund ist. Er wird Dir helfen, Dein Ziel zu erreichen – wie das Freunde halt so machen.

Welche Erfahrungen hast Du mit Nervosität gemacht? Was machst Du, wenn Du mal so richtig nervös bist? Hast Du schon mal einen richtigen Blackout erlebt? Schreib mir Deine Erfahrungen jetzt einfach.

So, jetzt bist Du dran. Der Kommentarbereich hier unten gehört jetzt Dir allein. Also, leg direkt los und vergiss nicht:

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