Jammern kann jeder – Komm‘ mach mit!

Jammern kann jeder – Komm‘ mach mit!

Möchtest Du 4 Jahre Deines Lebens verschenken?

Du wirst jetzt wahrscheinlich „Nein“ sagen.

Leider muss ich Dir mitteilen, dass Du zumindest einen guten Teil dieser 4 Jahre bereits verschenkt hast. Das hängt jetzt davon ab, wie alt Du gerade bist, wenn Du diesen Artikel liest.

Jedenfalls jammern wir Menschen 5% unseres Lebens.

Wenn man nun eine durchschnittliche Lebenserwartung von 80 Jahren zu Grunde legt, dann sind das ganze 4 Jahre, die wir einfach mal so „durchjammern“.

Deutschland, einig Jammerland!

Gerade wir Deutsche haben uns offenbar das Jammergen eingepflanzt. Nirgendwo auf der Welt wird soviel gejammert, wie in Deutschland.

Dabei geht es mir jetzt nicht um echte Probleme, über die wir uns beklagen. Wenn etwas Schlimmes passiert oder wir wirklich schlechte Nachrichten verarbeiten sollen, dann dürfen wir auch mal schimpfen und meckern, ja auch mal jammern.

Aber wir jammern viel zu „gerne“ über Nebensächlichkeiten. Wir jammern gerne über die Dinge des Alltags, die nur deshalb für uns eine Bedeutung haben, weil wir so gerne darüber jammern.

Nach einer langen und intensiven Bewerbungsphase, hast Du endlich den Traumjob im Controlling erhalten, Du bist happy. Für eine kurze Dauer bist Du wirklich glücklich über den neuen Job. Doch irgendwann weicht das Neue dem Alltag und nicht alle unsere Träume entsprechen der Realität:

  • Die Kollegen sind gar nicht ganz so nett, wie es zunächst aussah; zumindest nicht alle.
  • Der Chef ist doch doof.
  • Der Computer zu langsam.
  • Die Zwischentöne des Flurfunks klingen plötzlich ganz anders, als Du zunächst gedacht hast.
  • Vielleicht werden auch mal Misserfolge eingefahren, Fehler gemacht und es gibt Ärger.
  • Die Kollegen haben Dir nicht alles oder sogar falsches gesagt.
  • Das Büro ist zu klein.
  • Im Büro sitzen zu viele Kollegen, da kann man sich ja gar nicht konzentrieren.
  • usw….

Schon benutzen wir jede Gelegenheit, um die Schuld von uns zu schieben und zu meckern.  Damit befördern wir uns freiwillig in eine negative Spirale und sehen alles um uns herum schlecht.

Das wird noch dadurch verstärkt, dass dies ja eigentlich jeder macht.

Wenn Du mal ehrlich zu Dir bist, dann legst auch Du Dich „gerne“ mal auf die Lauer und wartest förmlich auf die nächste Gelegenheit, um weiter jammern zu dürfen.

Und? Was bringt Dir das wirklich?

NICHTS. GAR NICHTS!

Lass uns damit aufhören zu jammern. Lass uns stattdessen die Dinge so hinnehmen, wie sie sind. Hören wir auf das Haar im Bierglas zu suchen, uns zu beklagen, warum die halbe Kanne Kaffee schon wieder verdunstet ist. Freuen wir uns lieber, dass wir noch so viel zu trinken haben.

Aber, wie geht das? Wie schaffen wir es, nicht mehr zu jammern?

Art_JammerkannJeder

 

Ich bin der Meinung, dass wir in der Zwischenzeit das Jammern zu einer schlechten Gewohnheit von uns haben werden lassen. Gewohnheiten zu ändern ist gar nicht so einfach. Gerade wenn wir als Erwachsene diese Gewohnheit schon seit Jahren „mit uns rumschleppen“, sind wir oft der Meinung, dass diese „Gewohnheit“ ein Teil von uns ist. Ein Teil, den wir auch nicht mehr loswerden können. Wir müssen halt damit leben.

FALSCH!

Wenn wir wollen, dann können wir es auch ändern. Wir müssen es nur wirklich, also WIRKLICH, wollen.

Da hilft dann keine platte Floskel, die sich zwar gut anhört, aber mit der wir keinerlei emotionale Anhaftung haben. Ja, das ist das Zauberwort:

EMOTION

Nur wenn wir unsere Handlungen mit Emotionen, also Gefühlen verknüpfen, sind wir auch in der Lage, diese zu steuern, wenn wir wollen. Ein Gefühl ist nichts Anderes als Energie, die durch unseren Körper (Gehirn) fließt. Diese Energie können wir genauso steuern, wie Strom oder Wasser.

Es hilft also nun zu erkennen, dass wir beim Jammern negative Emotionen zulassen. Das willst Du doch nicht? Wer will schon negative Dinge freiwillig in sein Leben lassen. Oder?

Hast Du Lust auf einen Selbst-Versuch: Komm gib‘ Dir `nen Ruck.

Mach Dir also mal bewusst, was Du wirklich empfindest, wenn Du mal wieder rumjammerst. Spüre Dich noch mal so richtig tief in Deinen letzten Jammeranfall hinein. Was hast Du wirklich gefühlt? Was hat Dich wirklich gestört? Hast Du Dich nach diesem Jammeranfall zumindest ein bisschen besser gefühlt?

Vermutlich kommst auch Du zu dem Ergebnis, dass Du Dich durch die Jammerei nur noch weiter runtergezogen hast. Du hast Dich wahrscheinlich noch schlechter gefühlt, als zuvor. Stimmt’s?

Wenn Du dieses Gefühl in Zukunft nicht mehr durchleben möchtest, dann speichere es JETZT bewusst ab.

Und jetzt höre in Dich hinein, ob Du wirklich bereit bist, diese Jammer-Gewohnheit ablegen zu wollen.

Du bist es?

Fein.

Dann hör jetzt auch auf damit. Wenn Du jetzt mind. 66 Tage durchhalten, dann bist Du Deinem Ziel schon verdammt nah. Wir Menschen benötigen im Durchschnitt ca. 66 Tage, um eine Handlung zu einer Gewohnheit werden zu lassen. Das sagt zumindest Gerry Keller in seinem legendären Buch „The One Thing“ und beruft sich dabei auf entsprechende Studien.

Achtung Rückfall!

Wenn Du startest, kann es passieren, dass Du doch plötzlich mal wieder losjammerst.

Das ist ok. Verzeih Dir! Erinnere Dich an das Gefühl, das Du loswerden wolltest. Sei sogar dankbar für die Tage, an denen Du nicht gejammert hast und starte einfach erneut.

Mach vielleicht  ein Spiel daraus. Jage Deinen neuen Highscore, also versuche die maximale Anzahl an Tagen, an denen Du nicht gejammert hast, zu übertreffen. Oder mach einen Vertrag mit Dir selbst, wo Du Dich am Ende belohnst. Such Dir etwas aus, was Du wirklich gerne erleben oder haben möchtest und setze dies dann als Belohnung aus. Wenn Du dann mindestens 21 Tage nicht gejammert hast (Du kannst auch einen größeren Zeitraum wählen), dann gönnst Du Dir die Belohnung.

Ralf Senftleben berichtet auf dem Blog zeitzuleben.de ebenfalls über eine interessante Möglichkeit, wie Du die „Umstellungszeit“ erfolgreich meistern kannst. Wenn Du gerne Armbänder trägst, dann solltest Du Dir die dort beschriebene Methode einmal ansehen. Oder Du gönnst Dir das eBook von Thomas Mangold „Alles im Griff – Teil 1 Hier beschreibt Thomas sehr ausführlich, wie Du lästige Gewohnheiten, wie das Jammern, loswerden kannst. Das eBook kann ich unbedingt empfehlen, denn es hilft eben nicht nur bei dieser lästigen Gewohnheit.

Welchen Weg Du auch gehst, entscheidend ist, dass Du Deine aktuelle Situation akzeptierst. Sei nicht sauer auf Dich. Auch Du hast halt in der Vergangenheit gejammert. Ja und? Das ist ok und jetzt vorbei.

Lassen uns aufhören zu jammern. Lass uns stattdessen die Dinge so hinnehmen, wie sie sind! Hör auf das Haar im Bierglas zu suchen. Beklag Dich nicht, dass die halbe Kanne Kaffee schon wieder verdunstet ist. Freuen Dich lieber stattdessen, dass Du noch so viel zu trinken hast.

Da wo wir sind, da wollen wir sein.
Sonst wären wir woanders….

Das Jahr 2015 neigt sich langsam dem Ende zu. Wir alle haben wieder tolle Dinge erlebt und durften viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Eine Erfahrung ist auch oder gerade dann sehr wertvoll, wenn Sie uns im ersten Augenblick auch mal nicht so gefällt. Wir wissen dann, wie es nicht geht. Das ist doch toll.

Schließ Dich meinem guten Vorsatz an, den auch ich mir für das Jahr 2016 setze:

Jammern tun schon die Anderen.
Dafür habe ich keine Zeit mehr!

Statt zu jammern, nutzen wir die gewonnene „Jammerzeit“. Wir reflektieren die Situation und lernen. Wir lernen, was wir in Zukunft besser machen können. Denn unsere 5-Sterne Controlling-Community ist ab sofort auch die Anti-Jammer-Community.

Ich bedanke mich für Dein Vertrauen und die Zeit, die Du mir in 2015 geschenkt hast. Die zahlreichen Feedbacks bedeuten mir sehr viel! Ich wünsche Dir und Deinen Lieben alles Gute für das Jahr 2016, in dem Du gesund bleiben und all Deine Ziele erreichen sollst!

 

Wenn Dir der Artikel gefällt, dann teile ihn doch mit Deinem Netzwerk:
Posted by Jörg
29. Dezember 2015

Click Here to Leave a Comment Below