Warum Kennzahlen Deine Abkürzung zum Gipfel sind

Folge 09:

Warum Kennzahlen Deine Abkürzung zum Gipfel sind

Kennst Du das auch? Du planst zwar Deinen Gipfelsturm sorgfältig, doch spätestens im hektischen Geschäftsalltag wirken Deine Zahlen eher wie so eine Art Irrgarten auf Dich.

Oder nehmen wir ein anderes Bild.

Du hast eher das Gefühl im Dschungel zu sein und zudem hast Du auch noch deine Machete auf der Couch vergessen.

Dann freu Dich jetzt auf Folge 9 dieses „Zahlen im Griff Crashkurses“. Denn hier springe ich Dir jetzt zur Seite und gib Dir für Deinen Weg durch den Dschungel meine Machete, mit der Du ganz sicher schon bald einen freien Blick auf Deinen Gipfel auch haben wirst.

Warum Kennzahlen wie eine Machete sind

Machete, das klingt jetzt so martialisch, so ist das gar nicht gemeint. Aber wenn du mal überlegst, was ​Kennzahlen für dich leisten können, dann finde ich den Macheten-Vergleich schon ​wahnsinnig passend.

Mit Kennzahlen hast Du einfach die Möglichkeit, Dich auf ganz wenige Zahlen zu konzentrieren.

Da sind nicht mehr diese ganzen vielen einzelnen Details, die Du siehst und dann doch nichts mit anfangen kannst, sondern Du hast wenige Zahlen. Dein Blick wird freier und fokussierter zugleich.

Und Zeit, das ist doch bitte das, was uns allen fehlt und was immer weniger wird.

Internationalisierung und Digitalisierung sorgen zudem dafür, dass uns immer mehr Daten zur Verfügung stehen. Alles ist messbar – zu jedem Furz gibt es eine Analyse.

Was ist das Ergebnis?

Information-Overload.

Wir sehen einfach nur noch ein Meer von irgendwelchen Zahlen und brauchen zwingend irgendetwas, um hier den Überblick zu behalten. Da sind Kennzahlen eben die Machete. ​Sie sind der Ausweg, wenn Du sie richtig ausgewählt hast.

Die richtige Auswahl - das ist der entscheidende Punkt. Ich meine, es ist keine Weisheit, die ich jetzt erfunden habe, dass Kennzahlen was Tolles sind, aber ich stelle immer wieder fest, viele Unternehmer kennen zwar Kennzahlen und nutzen diese auch irgendwie. Doch genau hier ist der Punkt: "IRGENDWIE!"

Und dann ist der Nutzen nur wenig bis gar nicht spürbar.

Logisch. Irgendwie.

7 Kriterien für eine Kennzahl die weiterhilft

Deswegen möchte ich dir jetzt ein da paar Punkte mitgeben, genauer gesagt, das sind 7 Kriterien, was eigentlich eine gute Kennzahl meiner Meinung nach überhaupt ausmacht.

​Die Kennzahl passt zum Unternehmensziel

Ganz wichtig ist für mich, dass eine Kennzahl, die Du auswählst für einen Teil deines Unternehmensziels steht. Sie muss Dich also zu Deinem Ziel führen.

Im Alltag beeinflussen

Du musst die Kennzahl auch im Alltag beeinflussen können. Das ist wichtig, damit Du sie spüren kannst, damit Du merkst, wie Du damit umgehen kannst.

Die benötigten Daten sind verfügbar

Natürlich ist es genauso wichtig, dass die Daten, die Du brauchst, um die Kennzahl zur ermitteln, auch überhaupt zur Verfügung stehen. Das ist längst nicht immer der Fall, dass Zahlen, die wir ​uns eigentlich wünschen, dass die wirklich da sind. Dann bringt die beste Kennzahl nichts.

Ein Zielwert ist möglich

Entsprechend musst Du auch für eine Kennzahl einen konkreten Zielwert vorgeben können. Du brauchst ja ein handfestes Ziel.

KISS – schnell und einfach

Die Ermittlung Deiner Kennzahl sollte möglichst einfach, leicht gehen und schnell gehen, das ist wichtig.

Die Kennzahl interpretieren können

Natürlich solltest Du aus Deiner Kennzahl auch konkrete Maßnahmen ableiten können, wenn Du sie deutest.  

Komprimiert, soweit wie sinnvoll

Eine Kennzahl sollte soweit wie es sinnvoll möglich ist, wirklich komprimiert sein.


Ich mag es wirklich, dass wir nur wenige Kennzahlen haben und uns nicht in einem Meer von Kennzahlen austoben. Denn das ist gleichzeitig das Heimtückische an Kennzahlen.

All diese Kriterien mögen für ganz viele Kennzahlen irgendwie zutreffen, weil es gibt so viele wie es wahrscheinlich Sandkörner am Haltener Stausee gibt.

Aber ja, es gibt hier Sand.

Das bringt Dich dann auch wieder nicht weiter. Schnell entsteht dann nämlich so ein Kennzahlen-Sammelsurium, wo Du dann doch nichts mit machst. Das sehe ich leider ganz häufig.

Gerade kleinere Unternehmen zeigen mir manchmal ganz stolz ihr Kennzahlenblatt mit 150 Kennzahlen drauf, wo mir schon schwindelig vom Draufgucken wird. Und ich bin durchaus ein bisschen geübt, was Zahlen angeht.

Dann stelle ich die entscheidende Frage:

Was machst Du mit Deinen Kennzahlenblatt?

„Na ja, die gucken wir uns dann an und guck mal, dann habe ich hier noch eine bedingte Formatierung, dann springt die auf Rot und dann weiß ich, da müssen wir uns drum kümmern.“

Okay und was machst Du dann, wenn eine Kennzahl auf Rot steht?

„Ja. Das ist häufig das Ergebnis von XY“, oder „Wir haben leider keine Zeit gehabt…“

So​, oder so ähnlich lauten dann die Antworten.

Schon mal gehört?

Ich verstehe das und deswegen ist der Fokus und WENIGER hier die Lösung. Mein Tipp:

​Fokussiere dich auf 3 bis maximal 5 sogenannte Top-Kennzahlen!

Wenn Du unbedingt noch so ein Kennzahlen-Blatt zusätzlich haben möchtest, ist das okay. Das habe ich auch häufig.

Aber ich habe das dann zusätzlich und ich steuere nicht aktiv zwingend mein Business mit dem gesamten Kennzahlenblatt. Aber mit den 3 bis 5 Kennzahlen ​steuere ich mein Business.

Wie findest du denn jetzt die richtige Kennzahl?

Wie findest Du diese 3 bis 5 Top-Kennzahlen?

Tatsächlich betrachte ich es als „die große Kunst“ die richtige Kennzahl zu definieren. Also die Stelle, wo sich auch Spreu und Weizen, wie man so schön sagt, gerne trennen.

Ich gehe da den Weg, der häufig als etwas ungewohnt eingestuft wird. Ich fange nämlich an einer Stelle an, wo die wenigsten draufkommen.

Ich lasse mir im ersten Schritt genau erklären, was ist eigentlich die Vision, was ist das große Warum? Warum wird ein Business betrieben? Wo will der Unternehmer, wo will der Selbstständige eigentlich hin? Da frage ich nach. Da fühle ich auf den Zahn und das Ganze darf auch ruhig ein bisschen Zeit kosten.

In einem nächsten Schritt möchte ich dann verstehen, welche Strategie verfolgt der Unternehmer, der Selbstständige, um diese Vision auch wirklich zu erreichen? Ist die Strategie plausibel? Kann ich es nachvollziehen, oder werden dort Wunschschlösser gebaut?

Erst dann, wenn für mich nachvollziehbar ist wie die Vision erreicht werden soll und dass es Sinn macht, dann fange ich eigentlich an mit dem Teil, wo die meisten denken, dass ich einsteigen würde, nämlich der Erstellung eines Plans, eines Finanzplans, wie wir ihn auch in der 8. Folge dieses Crashkurses kennengelernt haben.

Hier versuche ich diese Strategie mit Zahlen für die nächsten 1 bis 3 Jahre zu untermauern, zu konkretisieren. Während dieser Arbeit sehe ich, wo sind Schwachstellen, wo sind Chancen, wo sind Risiken? Was kann man machen aus diesem Plan?

Kann man dann konkrete Maßnahmen ableiten, konkrete To-Dos, konkrete Projekte definieren?

Dann kann ich auch Kenngrößen definieren, die wirklich wichtig sind.

Ich kann mir genau überlegen, welche Einflussfaktoren sind jetzt besonders wichtig, um die richtige Richtung zu erreichen.

Genau aus diesen Fragen kann ich dann auch entsprechende Kennzahlen definieren. Genau daraus kann ich ableiten, welche Kennzahl führt mich Richtung Vision.

By the way:

Natürlich kann auch mal eine Kennzahl wechseln

Wenn ich erst mal ein wichtiges Projekt beenden muss, um einen zweiten Schritt zu machen, dann kann das vielleicht wechselnde Kennzahlen bedeuten.

Deswegen ist es wichtig, dass man sich immer wieder hinterfragt und mit immer wieder meine ich jetzt nicht täglich, sondern solche Strategie-Sessions mache ich einmal im Jahr.

Einmal im Jahr, wo ich wirklich alles durchgehe, passt alles noch? Zu dieser Zeit hinterfrage ich mich, meine Strategie, sogar auch meine Vision.

Was darf sich alles ändern? Je nach Antwort passe ich dann die Kennzahlen an.

Wenn ich aber diesen Prozess durchlaufe, den ich oben beschrieben haben, dann komme ich zu ganz anderen Kennzahlen, als wenn ich sie einfach aus einem Fachbuch, oder Blogartikel abschreibe.

Dann weiß ich, welche Kennzahl gut zu mir oder meinem Kunden passt. Diese Kennzahlen, die Du bei diesem Prozess erhältst, haben eine ganz andere Qualität – FÜR DICH!

Die Kennzahl als Abkürzung

So erhältst Du auch die Chance, diese 3 bis 5 Kennzahlen wirklich bei jeder Alltagsentscheidung im Hinterkopf zu haben. Denn mit ein bisschen Übung springt das System automatisch an, wenn ich entscheide und merke, ich entscheide es in die richtige Richtung, oder ich entscheide in die falsche Richtung.

Das ist das, was die Magie einer Kennzahl ausmacht.

Das ist genau der Punkt, wo eine Kennzahl wie eine Abkürzung wirkt. Wo Du Dich eben nicht verrennst, weil Du in Deinem Alltag automatisch reflektieren kannst. Du merkst genau an der Stelle, wo Deine Zahlen entstehen: „Hey, das geht in die richtige Richtung oder hm, Vorsicht, so geht es in die falsche Richtung!“.

Ich hoffe, ich konnte Dich so ein bisschen inspirieren, Dich ein bisschen tiefer ​mit Deinen Kennzahlen zu beschäftigen.

Bleib erfolgreich!

Der perfekte Einstieg für Selbstständige und Unternehmer:

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