Finanzplan: So planst Du Deinen Gipfelsturm richtig

Folge 08:

Finanzplan: So planst Du Deinen Gipfelsturm richtig

Wenn ein Bergsteiger einen neuen Gipfel besteigen möchte, was macht er da? Wandert er einfach drauf los?

Nope, nee! Er fängt an, die Route zu planen. Er überlegt sich im Vorfeld, wo er langgehen soll, welche Gefahren auf ihn gegebenenfalls lauern und wo der beste Kompromiss ist ​zwischen gefährlicher Route und schnellster Route.

Er bereitet sich intensiv auf seinen Marsch vor.

Was das ​mit Deinem Business zu tun hat, das verrate ich Dir in dieser 8. Folge des „Zahlen im Griff Crashkurses“.


Was die Routenplanung eines Bergsteigers mit Deinem Finanzplan zu tun hat

Wie kriegen wir jetzt die Brücke zwischen einem Bergsteiger und Deinem Business?

Na ja, auch im Business haben wir Ziele, sollten wir zumindest haben. Diese Ziele können und sollten wir planen. Und wenn wir über betriebswirtschaftliche Ziele reden, dann solltest Du einen Finanzplan aufstellen.

Egal, ob Du Geld von einer Bank oder einen Investor brauchst, oder eben nicht.

3 Gründe, warum du erstmal KEINEN Finanzplan brauchst

  1. Das eine ist, Du brauchst keinen Plan, um Deine Zukunft exakt vorherzusagen. Das kann vielleicht ein Wahrsager in irgendeiner Kirmesbude.
  1. Du brauchst auch keinen Plan, damit irgendein Banker, oder irgendein anderer Geschäftspartner besonders stolz auf Dich ist. Das bringt auch nichts. Dann kauf ihm lieber ein paar Bretzeln, dann ist er wenigstens glücklich.
  1. Du brauchst auch keinen Plan, damit du irgendeine Schublade hast und Dich irgendwie beruhigt fühlst. Dann kaufe Dir lieber ein gutes Buch, dann hast du wenigstens einen Grund diese Schublade zu öffnen.


​Einen Plan brauchst Du für Dein Business wirklich nur, wenn Du Dein Business ​auf Gewinn programmieren möchtest.

Dabei ist es egal, ob Du als Selbstständiger ein Einzelkämpfer bist oder, ob Du als Unternehmer bereits fest angestellte Mitarbeiter beschäftigst.

Wie kann dir ein Finanzplan wirklich helfen?

​Du brauchst ​einen Finanzplan, damit Du monatlich prüfen kannst, ob Deine Alltagsentscheidung zu Deinem Unternehmensziel ​passen. In der Analyse stellst Du fest, ob Du Dein Unternehmen mit Deinen Alltagsentscheidungen wirklich zielsicher Richtung Unternehmensziel steuerst, oder ob Du Dich von diesen entfernst?

Du erinnerst Dich daran, in einer früheren Folge habe ich schon mal gesagt, dass Deine Zahlen der objektive Spiegel Deiner Alltagsentscheidungen sind.

Wenn Du Deine IST-Daten Deinem Finanzplan gegenüberstellst, dann kannst du prüfen, ob Deine Maßnahmen in der Art und Weise auch greifen, wie Du Dir das vorgestellt hast.

Über einen Finanzplan wirst Du auch sehr frühzeitig Risiken erkennen, die auf Dich zukommen, wenn du Dein Business so weiter steuerst.

Das kann zum Beispiel bei der Personalplanung sehr hilfreich sein, oder wenn Du über neue Produkte nachdenkst. So wirst Du erkennen, wenn Deine Personal-Ressourcen einfach nicht mehr ausreichen, um Deine neuen Produkte auch noch zu wuppen.

Irgendwann hast Du eine Grenze erreicht. Du brauchst Unterstützung. Ob Du das dann über eine virtuelle Assistenz, oder über Angestellte löst, das mag eine andere Frage ​sein, aber Du kannst es frühzeitig erkennen, Du kannst Dich darauf vorbereiten, Du kannst Dir überlegen, was sollen die Leute denn überhaupt genau machen?

Ein Finanzplan kann Dir dabei sehr wertvolle Dienste leisten. Viele Unternehmer und erst recht viele Selbstständige unterschätzen die Power eines wasserdichten Finanzplans. Sie halten einen Finanzplan für ein Stück Papier, dass entweder für den Bankberater gemacht ist, oder um Fördermittel zu beantragen. Auf jeden Fall würde er in der Schiblade verschwinden.

Mach diesen Fehler auf keinen Fall. Gib dem Finanzplan eine echte, faire Chance.  

Wie erstellst Du einen Finanzplan? Was sollte enthalten sein?

Ich rate Dir mit einer Umsatzplanung anzufangen. Mache die Umsatzplanung gerne auf Produktbereiche "heruntergebrochen", mache sie aber auf jeden Fall netto, das heißt exklusive Umsatzsteuer.

Leg Dir dazu eine Zeitreihe über die nächsten 2 bis 3 Jahre an.

Insgesamt mach ich es immer so, dass ich insgesamt 5 Jahresreihen aufschreibe:

  • die letzten beiden Jahre Ist-Werte und
  • dann die nächsten 3 Jahre Plan-Werte.

Dann planst Du die nächsten 3 Jahre und beantwortest Dir damit die Frage: Wie soll es je Produktbereich weitergehen? Was stellst Du Dir vor? Wo willst Du hin?

In einem nächsten Schritt guckst Du Dir die Kosten an. Nutze die identische Struktur, wie bei Deiner Umsatzplanung. Welche Kosten kommen da auf Dich zu? Passiert dort irgendwas? Musst Du irgendwelche Büroräume mieten? Willst Du Dir noch einen Porsche kaufen, oder was weiß ich? Was passiert da wirklich?

Auch hier gilt: Plane Deine Kosten bitte unbedingt netto.

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Dann macht es absolut Sinn Mitarbeiter und Personal überhaupt in irgendeiner Form getrennt zu planen, wenn Du mit welchem zusammenarbeitest. Guck Dir das unbedingt an. Erstelle eine separate Personalkosten – und Ressourcenplanung. Beides bedingt sich natürlich – aber nur so bleibst Du „Driving-Seat“.

Dann gilt es Investitionen und Abschreibungen zu berücksichtigen. Welche Investition möchtest Du tätigen und welche Abschreibungen verursachen diese Investitionen überhaupt?

An der Stelle möchte ich auf die Detailfolgen dieses Crashkurses hinweisen, falls Du sie noch nicht kennst:

Dann fügt sich das Ganze zusammen in eine Ergebnisaufstellung. Das ist das Pendant zu Deiner BWA oder GuV. Lass uns gerne jetzt auf den Begriff „PLAN-BWA“ einigen.

Außerdem erstelle ich gerne noch einen Liquiditäts-Forecast, wo ich mir anschaue, wie sich das Bankkonto meines Kunden entwickeln wird, wenn die Planzahlen eintreffen.

Wenn Du das in Deinem Finanzplan berücksichtigt hast, dann bist Du schon sehr gut unterwegs.

Übrigens es gibt hier in meinem Blog schon so einige Artikel zum Thema „Finanzplan“. Schau Dich doch gerne mal um, wenn Du diese Folge vertiefen möchtest. Diese beiden Artikel sind die perfekte Ergänzung zu dieser Folge:

Was solltest Du also unbedingt mitnehmen?

Der Finanzplan ist nichts für die Schublade, oder um Deinen Briefbeschwerer benutzen zu können. Vielmehr ist Dein Finanzplan ein ganz zentrales Instrument, dass Du bei Deiner Arbeit „am Unternehmen“ wunderbar einsetzen kannst. Ein wasserdichter Finanzplan ist ein Gamechanger, oder Dosenöffner! Vertrau mir.

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