Diese 10 Punkte sollte Dein Business-Plan unbedingt haben
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Diese 10 Punkte sollte Dein Business-Plan unbedingt haben

Du stehst noch ganz am Anfang? Du hast eine gute Businessidee, aber noch keinen Plan, wie Dich diese Idee zum Erfolg führen soll? Dann setz Dich an Deinen Computer und erstell einen Business-Plan. Aber nicht irgendeinen Business-Plan, sondern einen richtig guten. Einen der eben nicht für Banken und/oder Investoren geschrieben wird, sondern einen Business-Plan für Deinen Erfolg.

Keine Angst. Wenn Du damit fertig bist, dann kannst Du diesen auch für die Suche nach Investoren oder für Deine Bank verwenden.

Die große Falle beim Business-Plan

Es ist mir wichtig, dass Du von Anfang an das richtige Mindset hast.

Pass auf, denn gerade um das Thema Business-Plan gibt es viele irreführende Geschichten. Viele machen den Fehler, dass sie einen Business-Plan für Investoren und Banken erstellen. Dann ist es eine lästige Pflichtübung, weil es häufig nicht anders geht. Das ist übrigens nicht immer so. Wie Du bei deutsche-startups.de nachlesen kannst, benötigen einige Venture Capital-Geber sogar auf einen Business-Plan.

Damit wird aber auch nur noch mal unterstrichen, für wen Du den einen Business-Plan eigentlich erstellst.

Richtig, für Dich. Und zwar nur für Dich.

Sieh das doch mal so: Ein Business-Plan ist im Grunde nichts Anderes als der Fahrplan zu Deinem Erfolg. Und erst wenn Du der Überzeugung bist, dass Du die beste Route gefunden hast, dann benutzt Du den Plan, um externe Partner von Deiner Idee zu überzeugen.

Lies den letzten Abschnitt bitte noch mal und verinnerliche die Aussage. Das ist wirklich wichtig. Es gibt so viele Beispiele, dass eine Struktur und das Setzen von Zielen wichtig für den Erfolg ist. Dann solltest auch Du nicht darauf verzichten!

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Foto von: Violka08

Das richtige Format für Deinen Business-Plan

Im Grunde ist es wurscht, welches Format Du wählst. Wichtig ist, dass es auch zu Deinem Business passt. Du kannst also Deinen Plan mit Word in Textform auf ein schönes Blatt Papier drucken (nimm aber bitte hochwertiges Papier). Genauso kannst Du aber auch Online-Tools, eine Excel-Datei nutzen oder PowerPoint-Slides entwerfen. In manchen Fällen kann es auch eine gute Idee sein eine Webpage als Business-Plan zu erstellen, die dann offline auf einem USB-Stick nutzbar ist.

Entscheidend für den Erfolg ist, dass das Ergebnis zu Dir und Deiner Idee passt und irgendetwas Besonderes enthält, so dass es leicht im Gedächtnis bleibt!

Ich empfehle Dir mit einer Mindmap zu starten, wo Du erstmal Deine Ideen vorstrukturierst. Dann nimmst Du erst mal Word und schreibst alles etwas ausführlicher auf. Und erst im dritten Schritt entscheidest Du Dich für das endgültige Format.

Der richtige Inhalt für Deinen Business-Plan

Klar, Struktur und Format ist wichtig. Aber letztlich entscheidet der Inhalt. Ich habe Dir 10 Punkte zusammengestellt, die Dich automatisch zum richtigen Inhalt führen.

Bereit? Ok, dann legen wir los

 

Setz Deinen Business-Plan in Szene

Dein Cover, also die Titelseite, sollte natürlich ansprechend sein und Lust auf Mehr machen. Wichtig ist aber, dass diese Seite nicht nur toll aussieht, sondern, dass hier auch Dein Firmenname, Dein Name, Anschrift, Telefon, Webseite etc. vermerkt ist. Die Vollständigkeit de relevanten Informationen ist wichtig!

 

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Welches Problem willst Du lösen, welchen Nutzen schenkst Du Deinen Kunden?

Eine gute Business-Idee erkennst Du immer daran, dass sie entweder ein konkretes Problem löst oder dem Kunden einen besonderen Nutzen bietet. Denk mal an das iPhone, das sicher kein Problem löste, aber uns Kunden einen echten Nutzen schenkte. Beschreibe hier, WELCHEN Teil der Welt Du verbessern möchtest.

 

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Wie werthaltig ist das Problem / der Nutzen?

Beschreibe wie der Markt ist, den Du mit Deiner Idee-bearbeiten wirst. Welches Marktvolumen steht Dir zur Verfügung.

 

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Welche Zauberlösung hast Du gefunden?

Jetzt geht es darum, Deine Lösung/Dein Produkt zu beschreiben. Fokussiere Dich auf die wesentlichen Vorteile Deiner Lösung. Versuche hier etwas Magie um Deine Lösung zu legen. Wecke Emotionen und begeistere von Deiner Lösung. Hierbei geht es also darum zu zeigen, WIE Du den in Punkt 2 ausgewählten Teil dieser Welt verbessern möchtest.

 

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Wer soll Deine Zauberlösung kaufen?

Es ist jetzt langsam an der Zeit Ross und Reiter zu benennen. Zuerst geht darum klar zu machen, wer Dein Kunden sind. Hast Du ein B2C- (Business to Customer = Endkunden) oder ein B2B- (Business to Business = Geschäftskunden) Business? Beschreibe also genau Dein Geschäftsmodell.

 

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Wie erreichst Du Deine Zielgruppe?

Kläre wie die „Customer-Journey“ konkret aussehen soll? Wie wird ein Interessent zu Deinem Kunden? Über welche Medien sprichst Du Deine Kunden an? Wirst Du Deine Kunden online oder offline begeistern? Wie genau begeisterst Du für Deine Idee?

 

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Wer buhlt mit Dir um die Gunst der Kunden?

Es gibt sicher Nischen, da bist Du noch so ziemlich allein am Markt. Dann stell das heraus, denn wenn Dein Markt groß genug ist (siehe Punkt 3), hast Du ja schon fast gewonnen. Aber zumeist wirst Du Dich dem Wettbewerb stellen müssen. Wer sind Deine Hauptwettbewerber? Wie weit sind diese Dir ggf. voraus? Wie groß und solvent sind sie? Was unterscheidet Dein Unternehmen vom Wettbewerb? (Stichwort: USP)

 

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Wer schreibt gemeinsam mit Dir die Erfolgsstory?

Stell Dein gesamtes Management-Team vor. Wer sind die wesentlichen Know-How-Träger? Welche Kenntnisse und Erfahrungen bringen sie in das Business ein? Ist das gesamte Management-Team auch langfristig stabil? Wie stellst Du das sicher?

 

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Wieviel wird Dein Unternehmen ab wann verdienen?

Erstelle einen 3-Jahres-Plan. Zeige dabei, dass Deine Idee eben auch eine gute Business-Idee ist. Also eine Idee, mit der auch wirklich Geld verdienen wirst. Berücksichtige ALLE relevanten Kosten und zeige das genügend kaufmännische Kompetenz in Deinem Unternehmen ist. Hol Dir im Zweifel unbedingt Unterstützung für diesen Punkt.

 

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Wie lang ist der Weg zum Erfolg?

Du stehst am Anfang und hast ein Ziel. Das Stück dazwischen ist der Weg, den Du mit Deinem Business gehen möchtest. Markiere wichtige Zwischenschritte (Milestones) und zeige auf, wie lang der Weg sein wird, bis Dein Business wirklich nachhaltig erfolgreich sein wird.

Wie keine Executive Summary?

Nein, zumindest solltest Du versuchen, diese nicht direkt mit dem eigentlichen Business-Plan abzugeben. Am Ende des Tages möchtest Du doch Deine Business-Geschichte erzählen. Du willst Deine Zuhörer in Deine (Gedanken-) Welt hineinziehen. Meinst Du das das funktioniert, wenn Du eine Executive Summary direkt auf die zweite packst? Das wäre dann in etwa so, als wenn Du einen spannenden Thriller schreibst und auf Seite 10 das Ende bereits verraten würdest. Irgendwie doof, oder?

Aber natürlich kannst und solltest Du eine Executive Summary, manche sagen auch Management Summary, erstellten. Aber diese reichst Du dann nach Deinem Pitch, also nach Deiner Präsentation des Business-Plans nach. Diese solltest Du ausdrucken, hochwertig „verpacken“ und dann jedem Teilnehmer des Meetings am Ende persönlich übergeben.

Das geht natürlich nicht, wenn Du Du Deine Unterlagen schon vor dem eigentlichen Gespräch einreichen mußt. Dann gehört die Executive Summary dazu. Ohne jeden Zweifel.

5 magische Bonustipps für Deinen Erfolg

Ich hab‘ noch was für Dich. Manchmal ist sowohl das Layout hochwertig, das Format gut gewählt und der Inhalt ansprechend und trotzdem floppt ein Business-Plan immer wieder. Dann könnte es daran liegen, dass folgende 5 Punkte nicht beachtet wurden, die ich aus dem Forbes-Magazin für Dich herausgesucht habe:

 

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Fass Dich kurz:

Verzichte soweit, wie möglich auf Füllwörter. Sei in Deiner Sprache präzise und auf das Wesentliche fokussiert. Auch wenn es sich manchmal nett anhören mag, so ist ein Business-Plan nun mal kein Blog-Artikel. Komm also zum Punkt und zwar schnell. (Obwohl das wünscht Du Dir von einem Blog-Artikel ja eigentlich auch J )

 

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Sei realistisch:

Es bringt weder Deinem Investor etwas, aber vor allem bringt es Dir nichts, wenn Du Dir etwas in die Tasche lügst (siehe auch weiter oben in diesem Artikel). Es bringt nichts rosarote Wolken für die Zukunft zu malen. Sei ehrlich und vor allem realistisch, wenn Du die Chancen und Risiken Deiner Business-Idee einschätzt.

 

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Konservative ist das neue mutig sein:

Gerade wenn es um die Zukunftsplanung geht, sagen viele, dass sie konservativ geplant haben. Sag das nicht (nur)– mach es auch so! Belege anhand von Beispielen, dass das kaufmännische Vorsichtsprinzip Dein Freund ist und gerade in Deinen Zahlen eher Potentiale als Risiken versteckt sind.

 

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Bilder erzählen mehr als 1.000 Worte:

So oft, wie möglich und nicht seltener als nötig visualisiere Deine Worte. Benutze dafür Charts, Infografiken und Fotos. Natürlich nicht übertreiben, aber auch nicht die Zusatzarbeit scheuen. Übrigens: wenn ein Bild mehr als 1.000 Worte erzählt, dann erzählt Dein Demo-Produkt mehr als 10.000 Worte….

 

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Sei kreativ:

Ich habe es ja oben schon angedeutet. Ein genialer Business-Plan hat immer auch etwas Besonderes. Eine besondere Note, den gewissen Pfiff. Etwas, womit Dein Plan aus der grauen Masse hervorsticht und in Erinnerung bleibt und zu etwas Einzigartigem macht. So machst Du Ihn zu DEINEM Business-Plan.

 

Jetzt überlasse ich wieder Dir das Feld und freue mich auf Deinen Kommentar, wenn Dir der Artikel gefallen hat. Wenn er Dir nicht gefallen hat, dann lass mich das ebenfalls wissen. Kurzum: Was glaubst Du macht einen genialen Business-Plan aus? 

So, jetzt bist Du dran. Der Kommentarbereich hier unten gehört jetzt Dir allein. Also, leg direkt los und vergiss nicht:

Ein 5-Sterne Controlling macht Dein Business erfolgreich!

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Posted by Jörg
16. August 2016

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