5 tödliche Controlling-Fehler, die Du unbedingt vermeiden solltest
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5 tödliche Controlling-Fehler, die Du unbedingt vermeiden solltest

Klaro. Es ist es durchaus löblich, wenn in einem Unternehmen überhaupt ernsthaft über Controlling nachgedacht wird. Aber, seien wir ehrlich: Allein die Absicht auf die Ergebnisse eines guten Controllings setzen zu wollen reicht nicht. Wenn Du aber darauf achtest die folgenden 5 Fehler zu vermeiden, dann bist Du ein gutes Stück weiter.

Die Planung machst Du einmal pro Jahr

Gerade bei jungen Unternehmen entspricht die Jahresplanung sehr häufig dem Business-Plan. Das Du diesen ja nicht nur für Deine Investoren und Banken machst, sondern vor allem für die aktive Steuerung Deines Unternehmens, habe ich Dir ja schon erzählt.

Wenn Du nun also den Business-Plan als Grundlage zu einer aktiven Unternehmenssteuerung nutzt, dann bedeutet das auch, dass Du mit Deiner Planung auch unterjährig arbeitest. Nutze sie, um Deine Prämissen im Rahmen der Planung zu hinterfragen, lerne aus den Entwicklungen und Abweichungen und wende das Gelernte in Zukunft an.

Dabei ist es durchaus richtig, dass Du nur einmal im Jahr planen solltest. Von unterjährigen Plananpassungen halte ich in der Regel nichts. Zumindest würde ich diese nicht als Planversion XY dann bezeichnen wollen. Für mich sind das dann Hochrechnungen. Und diese dürfen durchaus auch erhebliche Abweichungen von der ursprünglichen Planung enthalten – wenn es die Rahmenbedingungen hergeben.

Nur über eine mehrfache Analyse der Planung, kannst Du Dein Kostenmanagement optimieren und eine dauerhafte gute Liquiditätsausstattung Deines Unternehmens sicherstellen.

 

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Foto von: alphaspirit

Für Controlling hast Du keine Zeit

Ja, ich gebe es zu. Das ist eine meiner Lieblings-Ausreden. Natürlich verstehe ich, dass gerade Gründer viele andere Themen und Probleme im Kopf haben. >Selbstverständlich ist gerade eine Gründungs- und Wachstumsphase besonders stressig, weil eben viele Probleme das erste Mal auftreten. Häufig fehlen Erfahrungswerte und personelle Ressourcen. Das ist die Versuchung nun mal groß, sich hinter der Hektik des operativen Tagesgeschäftes zu verstecken.

Controlling ist weder administrativer Schnick-Schnick noch lästiges Beiwerk. Gerade für junge aufstrebende Unternehmen, aber natürlich auch für bereits etablierte Unternehmen ist Controlling eine Art Lebensversicherung. Es bietet Dir ein Management-Informationssystem und ist Dein zentrales Steuerungsinstrument.

Nur über ein Controlling bekommst Du objektive Informationen über Dein Unternehmen. Dabei ist völlig egal, ob es gerade in Deinem Business gut oder schlecht läuft. Vergiss’ nicht. Gerade in guten Zeiten werden häufig die größten Fehler gemacht. Außerdem bieten Dir gute Zeiten einen schönen Rahmen, um Entwicklungen genau zu analysieren und mit den Wünschen Deiner Kunden und des Marktes in Einklang zu bringen.

Als Gründer bist Du ein Super-Hero

Ja, das mag eine bittere Minute in Deinem Leben sein. Aber ich sage es, wie es ist: Auch Du als Gründer bist nur ein Mensch. Und zwar ein völlig normaler Mensch. Als solcher hast auch Du nur begrenzte Möglichkeiten Dinge in Deinem Kopf zu speichern.

Deshalb grenzt es auch an völliger Selbstüberschätzung, wenn Du Dir zumutest, alle Informationen in Deinem Kopf speichern zu wollen, um sie dann bei Bedarf abrufen zu können.

Im Laufe der Zeit werden die Themen in jedem Unternehmen komplexer. Da ist es halt völlig normal das Du Dir nicht alles merken und Dich maximal an grobe Zahlen erinnern kannst.

Mit einem auf die aktuellen Bedürfnisse Deines Unternehmens abgestimmten Informationssystem, stellst Du aber sicher, jederzeit auf die exakten und richtigen Zahlen zurückgreifen zu können. Wenn Du diese Fakten, dann mit Deinem Bauchgefühl mischt, dann hast Du alles, was eine gute Entscheidung braucht berücksichtigt.

Dein Steuerberater macht das schon

Dein Steuerberater ist ganz sicher ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es um die finanziellen Belange in Deinem Unternehmen geht. Seine Aufgabe ist es zunächst einmal, all Deine Belege so zu verbuchen, das eine ordentliche GuV und Bilanz aufgestellt werden kann. Somit ist der Steuerberater in den meisten Fällen für eine funktionierende Finanzbuchhaltung zuständig.

Eine ordnungsgemäße Finanzbuchhaltung, das auch externes Rechnungswesen genannt wird, ist aber mitnichten ein ausreichender Ersatz für ein gutes Controlling. Das Controlling fängt eigentlich erst da an, wo das Rechnungswesen aufhört. Insofern kann eine Finanzbuchhaltung auch gerade mal wichtige Basisansprüche an ein Informationssystem erfüllen. Lass mich das klar sagen:

Ohne eine gute Finanzbuchhaltung ist ein Controlling eigentlich nicht möglich. Aber ein gutes Controlling birgt erst das Potential, dass in den Zahlen der Finanzbuchhaltung schlummert.

Das gilt für junge, wie etablierte Unternehmen gleichermaßen.

Controlling macht einer meiner Mitarbeiter

Na klar Je größer ein Unternehmen wird, desto mehr Spezialisten werden auch in diesem Unternehmen arbeiten. Je nach Business wird es ab so ca. 50 – 70 Mitarbeiter sinnvoll sein, zumindest über eine Teilzeitkraft im Controlling nachzudenken. Alternativ kannst Du auch über einen guten externen Controller nachdenken. Oder Du machst es eben selbst.

Aber es ist auch egal, wer die Daten aufbereitet. Am Ende ist und bleibt Controlling Chefsache. Und als solcher ist es an Dir, aus einen korrekten Datenaufbereitungsprozess sicherzustellen und aus den Daten die richtigen Rückschlüsse zu ziehen. Denn diese Informationen werden Deine künftigen Entscheidungen bewusst oder auch unbewusst beeinflussen. Das ist selbst in Konzernen nicht anders, auch wenn dort ganze Controlling-Abteilungen beschäftigt sind.

Als Unternehmer führt für Dich kein Weg am Controlling vorbei. Es ist nur wichtig, dass Du den richtgien Umfang und die richtigen Schwerpunkte definierst. Wenn DU die hier genannten Fehlerquellen vermeidest, dann bist Du auf einem guten Weg.

Viel Erfolg.

Wie sieht es bei Dir aus? In welche Falle bist Du schon getappt? Ich freue mich auf Deinen Kommentar

 

 

 

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Posted by Jörg
17. Januar 2017

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