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Mit Mindmaps wirklich gute Entscheidungen treffen. So geht’s!

Warst Du schon mal in einem Irrgarten? Bist Du schon mal unentwegt vor Wände und verschlossene Türen gelaufen und hast einfach keinen Ausweg gefunden? Wie viele Fehlversuche hast Du benötigt, um den einen Lösungsweg zu finden, der Dich dann ans Ziel, also aus dem Irrgarten heraus, geführt hat? Und was hätte Dir geholfen viel schneller diesen einen Weg zu finden?

Richtig, wenn Du von oben auf diesen Irrgarten hättest schauen können, dann hättest Du den Weg in die Freiheit vermutlich viel schneller gefunden. Die Vogelperspektive wäre super hilfreich!

Dieser Irrgarten ist ein perfektes Bild dafür, wie viele Unternehmer an die strategische Entscheidungen herangehen. Es wird Vieles einfach probiert und wenn das nicht klappt, dann eben irgendwie Anders. Gut ist, dass sie nicht aufgeben. Schlecht ist, dass wertvolle Ressourcen (Zeit und Geld) scheinbar sinnlos „verschwendet“ werden. Okay, ist gibt einen Lerneffekt und dieser ist natürlich sehr wichtig. Aber sonst?

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Foto von: jordygraph via depositphotos.com

 

Die entscheidende Frage ist ja:

Wie werden gute Entscheidungen getroffen?

Meine Antwort: Mach es so, wie Du es beim echten Irrgarten gerne machen würdest. Nimm‘ die Vogelperspektive ein und schau Dir das Thema „von Oben“ an. Hier kannst Du es wirklich machen und es ist auch gar nicht schwer. Wichtig ist, dass Du die 3 Schritte für eine gute Entscheidung sauber durchläufst.

  1. Schreib erstmal einfach alles auf, was Dir zu dem Thema einfällt. Sortiere nicht, werte und hinterfrage nicht. Einfach aufschreiben. Alles. Jedes Wort. Jeden Gedanken. Nimm einen Zettel, ein Flipchart oder Whiteboard. Von mir aus auch Word, Evernote und eine andere Software Deiner Wahl. Wichtig ist nur, dass Du Deinen Gedanken wirklich freien Lauf lässt und Du sie aufschreibst.
  2. Jetzt beginnst Du zu sortieren. Ich empfehle Dir dazu die Mindmapping-Methode. Von Mindmaps hast Du ganz bestimmt schon mal gehört. Ich liebe es meine Gedanken mit Mindmaps so zu strukturieren. Schreibe das Hauptthema/Problem in die Mitte und dann leg los. Sortiere Deine Gedanken zu Gruppen. Diese Gruppen verwendest Du dann als Knoten, die Du in Deiner Mindmap mit dem Hauptthema verknüpfst. Über dieses Gruppieren von gleichartigen Ideen/Einflussfaktoren entstehen dann mitunter spannende Verzweigungen und Du entdeckst Verbindungen. Zumindest bei mir ist es so, dass ich durch das Mindmapping häufig Zusammenhänge und Problemstrukturen erkenne, die ich sonst ganz sicher übersehen hätte.

    Wenn es sich um ein großes Thema handelt, dann entwickelt sich eine Mindmap auch schon mal über Wochen weiter. Ich nutze u.a. auch eine Mindmap für diese Webseite und das dahinterstehende Businessmodell. Diese entwickelt natürlich permanent weiter und ist in der Zwischenzeit ziemlich „komplex“ geworden. Also, eine Mindmap kann in 30 Minuten fertig sein, im Einzelfall aber vielleicht auch nie wirklich fertig sein. Das ist auf jeden Fall kein Kriterium für die Güte einer Mindmap.Die Güte einer Mindmap hängt für mich davon ab, ob das Hauptthema auch wirklich von allen (!) Seiten beurteilt wurde. Kennst Du die „six thinking-heads“?. Diese Methode beschreibt, mit welchen „Köpfen“ Du ein Thema/Problem beurteilen solltest, bevor Du eine Entscheidung triffst. Ich nutze diese Methode ganz gerne, wenn auch nicht immer und schon gar nicht immer vollständig.
  3. Wenn Du das Gefühl hast, das Hauptthema von allen möglichen Perspektiven beleuchtet zu haben, dann hast Du einen zumeist auch schon einen Plan. Ich nutze bei Mindmaps sehr gerne das Baumdiagramm als Strukturierungsvorlage. Dadurch kann ich meine Mindmaps dann auch direkt als Ablaufplan interpretieren. Manchmal übersetze ich eine Mindmap dann aber auch noch mal in einen Fließtext. Spätestens hierbei merke ich dann, ob meine Mindmap wirklich rund ist, oder ob ich an irgendeiner Stelle „schlampig“ gearbeitet habe. Dann gehe ich noch mal zur Mindmap zurück. Wenn der sich der Fließtext „sauber“ runterschreiben lässt, dann habe ich ein wirklich gutes Gefühl, meinen Weg jetzt zu kennen.Nun bringt der beste Plan nichts, wenn er nicht umgesetzt wird. Jetzt ist also der Zeitpunkt, um ins Handeln zu kommen. Jetzt bist Du gut vorbereitet und kannst auch auf externe Einflüsse so reagieren, dass Du trotzdem nicht von Deinem Erfolgsweg abkommst.

Mindmaps sind vielseitig

Eigentlich gibt es keine Grenzen für Mindmaps, wenn wir mal von unseren Köpfen absehen. In den letzten Wochen haben wir uns ja intensiv mit der Kundenanalyse beschäftigt. In diesem Artikel habe ich Dir empfohlen, Deine Kunden nach ihrem Potential zu sortieren und in Segmente aufzuteilen. Für diese Segmente solltest Du jeweils eine passende Kundenbearbeitungsstrategie erstellen. Die Erstellung einer solchen Kundenbearbeitungsstrategie mache ich mit zum Beispiel mit einer Mindmap.

Genauso plane ich ein Reporting-Konzept gerne mit Mindmaps. Ausgehend vom Haupt-Ziel des Reportings, markiere ich Teilziele als Knoten und Einflussfaktoren dann als Unterpunkte. So behalte ich den Überblick und kann vermeiden, dass aus dem Reporting ein Durcheinander an Informationen wird. Stattdessen können alle Reports ineinandergreifen und sind fokussiert.

Mit einer Mindmap kannst Du aber auch alle wesentlichen Prozesse in Deinem Unternehmen abbilden und so Ineffizienzen finden. Genauso lassen sich natürlich Organigramme als Mindmap darstellen. In XMind kann man zu jedem Knoten auch Notizen, Verlinkungen zu Dateien oder Webseiten hinzufügen. So hast Du die Lebensläufe Deiner Mitarbeiter, Stellenbeschreibungen oder wesentliche Ziele der Abteilung sowie aktuelle Projekte mit Deiner Mindmap verknüpft und kannst die Informationen direkt aufrufen.

Auf diese Art hast Du alles Wesentliche immer da, wo Du es brauchst. Ideal für eine „strategische Schaltzentrale“. Denk mal drüber nach. Dir fallen bestimmt auch ganz viele Anwendungsmöglichkeiten ein.

Viele Wege führen zur Mindmap

Um eine Mindmap zu erstellen, brauchst Du eigentlich nur einen Stift und ein Blatt Papier. Theoretisch. Zumindest ich benötige immer viele Blätter Papier. Denn häufig ändere ich doch noch mal Knoten, Zuordnungen und/oder Beschriftungen. Das ist halt ein kreativer Prozess.

Deshalb bin ich auch dazu übergegangen Mindmaps digital, also am Computer zu erstellen. Dazu nutze ich das Tool XMind, welches sowohl für Mac als auch für Windows verfügbar ist. Da man bereits mit der Free-Version sehr gut arbeiten kann, ist der Einstieg in diese Software sehr leicht machbar. Übrigens: Wenn Du Interesse an einem Austausch über XMind und Mindmapping allgemein hast, dann komm‘ doch in meine Facebook-Gruppe!

Es gibt aber auch viele andere gute Software-Lösungen. Da musst Du mal schauen, womit Du Dich am Wohlsten fühlst. Gerade eine Mindmapping-Software sollte perfekt zu Dir und Deiner Umgebung passen, sonst wirst Du nicht wirklich gerne mit der Software arbeiten.

Arbeitest Du bereits mit Mindmaps? Wofür nutzt Du Sie? Benutzt Du auch XMind? Wenn Du eine andere Software empfehlen kannst, dann schreib doch einen Kommentar und verlinke gerne die Software. Idealerweise schreibst Du noch, warum diese Software so perfekt zu Dir passt.

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Posted by Jörg
29. November 2016

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